Mittwoch, 20. September 2017

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Anteil an der Stromerzeugung Ostdeutschland führt Windrad-Hitliste an

Drehstrom aus dem Osten: Neue Bundesländer mit höchstem Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung

Viel freie Fläche, vergleichsweise wenig Industrie: Die ostdeutschen Bundesländer stehen beim Einsatz erneuerbarer Energien an Deutschlands Spitze. Das Länderranking führt Mecklenburg-Vorpommern mit deutlichem Abstand an.

Berlin - Die ostdeutschen Bundesländer stehen beim Einsatz erneuerbarer Energien an der Spitze. Nach der jüngsten Statistik der Agentur für Erneuerbare Energien, die Zahlen bis 2011 erfasst, führt Mecklenburg-Vorpommern das Länderranking mit relativ deutlichem Abstand an. Das Land hat einen Anteil von erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung von 57,7 Prozent. Auf dem zweiten Platz rangiert Thüringen mit 44,9 Prozent. Sachsen-Anhalt (37,7 Prozent) und Schleswig-Holstein (37,6 Prozent) folgen auf den Plätzen drei und vier.

Die dicht besiedelten Stadtstaaten dagegen landen zum Teil weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen : Berlin mit 2,6 Prozent am Schluss, dann Bremen mit 4,0 Prozent und Hamburg mit immerhin 9,4 Prozent. Hinter Hamburg liegen von den Flächenländern nur Nordrhein-Westfalen (5,8 Prozent), das trotz seiner flächenmäßigen Größe insbesondere in der Rhein-Ruhr-Schiene Gebiete mit höherer Bevölkeungsdichte pro Quadratmeter als Singapur aufweist, und das Saarland (5,6 Prozent).

Einen auffallend geringen Anteil an erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung hat Sachsen mit 10,4 Prozent. Im Mittelfeld liegen Hessen (16,2), Baden-Württemberg (18,3 Prozent), Brandenburg (24,1), Niedersachsen (27,1), Bayern (27,6) und Rheinland-Pfalz (28,4).

Alle Bundesländer konnten nach der Statistik gegenüber den vorangegangenen Jahren den Anteil Erneuerbarer an der Stromerzeugung ausbauen. In einigen Ländern ist von 2009 auf 2010 allerdings ein zwischenzeitiger Rückgang zu beobachten. Am deutlichsten war dies der Statistik zufolge in Rheinland-Pfalz von 29,8 auf 24,0 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern von 49,8 auf 44,8 Prozent.

kst/dpa

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