27.02.2013
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Menznau/Schweiz
Schütze tötet drei Menschen in Holzfabrik

Todesschütze in der Kantine: Drei Tote und sieben Verletzte bei Kronoswiss in Menznau, Schweiz
AP/ DPA

Todesschütze in der Kantine: Drei Tote und sieben Verletzte bei Kronoswiss in Menznau, Schweiz

Frühstückspause in einer Schweizer Holzfabrik. Plötzlich peitschen Schüsse durch die Kantine. Drei Menschen sterben. Eine ganze Gemeinde trauert.

Luzern - Drei Menschen sind bei einem Angriff in einem Schweizer Unternehmen ums Leben gekommen. Der Schütze ist nach Polizeiangaben unter den Toten. "Wir wissen aktuell, dass es drei Todesopfer gegeben hat, der Täter ist unter den Toten", sagte der Luzener Polizeisprecher Kurt Graf der Nachrichtenagentur dpa. Zudem seien sieben Menschen verletzt worden, mehrere von ihnen schwer.

Das Gebiet um den Tatort - ein Holzverarbeitungsbetrieb des Unternehmens Kronospan in Menznau bei Luzern - sei großräumig abgesperrt worden "sofort nachdem wir gegen 09.00 Uhr die Alarmmeldung reinbekamen", sagte der Sprecher. Viele Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Schweizerische Rettungsflugwacht REGA setzte drei Hubschrauber ein und flog Schwerverletzte in verschiedene Krankenhäuser.

Nach Polizeiangaben wurde die Bluttat im Gebäudeteil der Kantine begangen. Arbeiter hätten gerade ihr zweites Frühstück eingenommen, als plötzlich geschossen wurde. "Wir sind alle in einem Schockzustand", sagte Urs Fluder, Mitglied der Konzernleitung von Kronospan, im örtlichen Radiosender Pilatus. "Wir machen alles Menschenmögliche, um die Angehörigen adäquat zu betreuen und finanziell zu unterstützen."

Auch der Gemeindepräsident von Menzau, Adrian Duss, äußerte tiefe Betroffenheit. Die Kronospan-Fabrik in Menznau sei mit rund hundert Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber in der Gemeinde und der gesamten Region.

Sofort nach der Tat begann in der Holzfabrik und der Gemeinde das Rätselraten über das Motiv des Schützen. In Schweizer Medien hieß es, bei Kronospan seien möglicherweise wegen eines akuten Holzmangels aufgrund witterungsbedingter Lieferrückstände Entlassungen geplant gewesen. Ob es tatsächlich einen Zusammenhang mit der Bluttat gab, blieb jedoch zunächst völlig unklar.

kst/dpa

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