Mittwoch, 4. März 2015

Koalitionsangebot Berlusconi umgarnt die Linken

Wieder da, zumindest ein bisschen: Populist Berlusconi

Ex-Premier Berlusconi zeigt sich offen für eine Koalition mit dem Mitte-Links-Bündnis. Alle Seiten müssten nun Opfer bringen. Dagegen rechnete der Cavaliere mit dem scheidenden Ministerpräsidenten Monti ab.

Rom - Nach dem Patt bei der italienischen Parlamentswahl hat sich der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi offen für eine Zusammenarbeit mit dem gegnerischen Mitte-Links-Lager gezeigt. "Italien darf nicht unregiert bleiben, wir müssen nachdenken", sagte Berlusconi am Dienstag in einem Fernsehinterview.

Eine Koalition mit dem Zentrumsbündnis des scheidenden Ministerpräsidenten Mario Monti schloss der Milliardär allerdings aus. Das schlechte Abschneiden von Monti zeige, dass ein Großteil der Bevölkerung mit dem Sparkurs nicht einverstanden sei, argumentierte der rechtskonservative Politiker.

Über einen möglichen Deal mit dem Mitte-Links-Bündnis von Pier Luigi Bersani müsse man aber nachdenken. Alle Seiten müssten nun Opfer bringen. Bei der Parlamentswahl hatte das Mitte-Links-Bündnis von Bersani zwar eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus erreicht, aber nicht im Senat. Damit stehen die Parteien vor schwierigen Verhandlungen über eine Regierungsbildung, an deren Ende auch Neuwahlen stehen könnten.

nis/rtr

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