Italienmanager magazin RSS  - Italien

Alle Artikel und Hintergründe


25.02.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Wahl-Ticker Italien
+++ Projektion sieht Berlusconi im Senat vorn +++

Der Anti-Berlusconi: Sozialdemokrat Pierluigi Bersani
DPA

Der Anti-Berlusconi: Sozialdemokrat Pierluigi Bersani

Die Sozialdemokraten haben in Italien die Wahl zum Abgeordnetenhaus gewonnen. Im Senat liegt offenbar jedoch Ex-Premier Silvio Berlusconi vorn. Die Märkte hatten bereits dessen Niederlage gefeiert - und sich womöglich zu früh gefreut. Verfolgen Sie die Ereignisse im Live-Ticker.

16:45 Uhr: Rund drei Viertel der wahlberechtigten Italiener haben bei den Parlamentswahlen am Sonntag und Montag ihre Stimme abgegeben. Die Beteiligung bei der Wahl des Abgeordnetenhauses lag nach Schließung der Wahllokale am Montagnachmittag bei 75,2 Prozent, wie das Innenministerium in Rom mitteilte. Bei den Wahlen vor fünf Jahren hatten 81,0 Prozent ihre Stimme abgegeben. Rund 50 Millionen Italiener waren am Sonntag und Montag aufgerufen, ein neues Parlament zu bestimmen.

16:40 Uhr: Der Dax hat am Montag nach Schließung der Wahllokale in Italien seine kräftigen Gewinne reduziert und zuletzt nur noch um 1,65 Prozent auf 7788 Punkte zugelegt. Händler verwiesen auf die jüngsten Projektionen zur Italien-Wahl, denen zufolge der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi inzwischen auf 31 Prozent im Senat komme, Pierluigi Bersani vom Mitte-Links-Bündnis hingegen nur auf 29,5 Prozent.

16:30 Uhr: Bei den Parlamentswahlen in Italien liegt das Mitte-Rechts-Bündnis des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi nach einer ersten Hochrechnung im umkämpften Senat vorn. Das Berlusconi-Lager führt demnach mit 31 Prozent vor dem Mitte-Links-Bündnis, das auf 29,5 Prozent kommt. Die Populisten der Bewegung "Fünf Sterne" erreichen laut der Hochrechnung des Rai-Fernsehens 25,1 Prozent. In Nachwahlbefragungen hatte die Linke in beiden Kammern klar vorn gelegen.

16:15 Uhr: Die erste Prognosen nach der Parlamentswahl in Italien haben den US-Börsen Auftrieb gegeben. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial gewann im frühen Handel 0,58 Prozent und stieg auf 14.081 Punkte, was den höchsten Stand seit Oktober 2007 bedeutet. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,61 Prozent auf 1525 Punkte nach oben. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,70 Prozent auf 3184 Punkte vor. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,89 Prozent auf 2762 Punkte.

15:45 Uhr: Kurz nach Bekanntwerden der ersten Prognosen zum Ausgang der Parlamentswahlen in dem Euro-Krisenland, die das Mitte-Links-Bündnis unter Pier Luigi Bersani in beiden Kammern vorn sahen, hat der Spread für Staatsanleihen deutlich nachgegeben und ist unter die Marke von 260 Basispunkten gefallen.

Je niedriger der Spread, desto besser wird Italien im Vergleich zu Deutschland aus Sicht der Investoren bewertet. Denn mit der Größe ist die Differenz (Spread) zwischen den Renditen gemeint, die italienische und deutsche Staatsanleihen mit zehn Jahren Restlaufzeit gerade abwerfen.

15:35 Uhr: Das Mitte-Links-Bündnis liegt nach Prognosen in beiden Kammern vorn. Im Abgeordnetenhaus kann die Linke mit etwa 35 bis 37 Prozent der Stimmen rechnen. Dahinter folgt der Prognose des Rai-Fernsehens zufolge das Mitte-Rechts-Bündnis Silvio Berlusconis mit 29 bis 31 Prozent.

Die populistische Protestbewegung "Fünf Sterne" des Komikers Beppe Grillo landet demnach zwischen 19 und 21 Prozent. Der scheidende Regierungschef Mario Monti kann dagegen nur mit 8 bis 10 Prozent rechnen.

Auch im umkämpften Senat wird die Linke die stärkste Fraktion bilden. Zwischen 156 und 169 Sitzen fallen ihr zu, abhängig davon, ob sie in der Lombardei gewinnt. Damit wäre auch in dieser Kammer eine eigene Mehrheit für Bersanis Bündnis möglich. Auch andere Prognosen sahen die Linke nach der italienischen Schicksalswahl in beiden Kammern vorn.

15:25 Uhr: Die ersten Prognosen zum Wahlsieg der Sozialdemokraten von Pier Luigi Bersani in Italien sind an den Märkten positiv aufgenommen worden. Investoren hatten vor allem ein Comeback von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi gefürchtet, der sich im Wahlkampf gegen die Reformen seines Nachfolgers Mario Monti starkgemacht hatte. "Das Schreckgespenst Berlusconi hat sich nicht durchsetzen können", erklärte Holger Sandte, Europa-Volkswirt von Nordea.

Dax und Euro behaupteten ihre zuvor eingeheimsten Gewinne. Der Dax notierte mit 7840 Punkten 2,3 Prozent höher, der Euro lag mit rund 1,33 Dollar rund einen US-Cent höher als am Freitagabend. In Mailand weitete der Leitindex seine Gewinne auf über drei Prozent aus.

15:20 Uhr: Im Abgeordnetenhaus kann die Linke mit 35 bis 37 Prozent der Stimmen rechnen. Dahinter folgt das Mitte-Rechts-Bündnis Silvio Berlusconis mit 29 bis 31 Prozent.

15:00 Uhr: Aus der Parlamentswahl in Italien ist das Bündnis der linken Mitte einer Nachwahlbefragung vom Montag zufolge als stärkste Kraft hervorgegangen. Sein Spitzenkandidat Pier Luigi Bersani hat damit gute Chancen, neuer Ministerpräsident zu werden.

14:00 Uhr: Wissenschaftler zeichnen weiter ein düsteres Bild von der wirtschaftlichen Lage Italiens. Die Kreditfähigkeit des Landes erodiere "seit 2009 unentwegt", heißt es in einer Studie des Centrums für Europäische Politik (CEP). Die Investitionstätigkeit sei nahezu zum Erliegen gekommen und die bisherigen Reformen seien unzureichend. Die Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Wirtschaft müsse deutlich gesteigert werden und die Konsumneigung der Bevölkerung sinken. manager magazin online analysiert die ökonomischen Probleme des Landes heute in einem eigenen Artikel.

12:30 Uhr: Kurz vor Schließung der Wahllokale in Italien geben sich Börsianer zuversichtlich. Nach der insgesamt erfolgreichen Auktion verschiedener italienischer Anleihen hat die Aktienbörse in Mailand deutlich zugelegt. Sie notierte am Montag in der Spitze 1,8 Prozent höher. Auch der Dax Chart zeigen baute seine Gewinne auf mehr als zwei Prozent aus und lag damit so hoch wie seit drei Wochen nicht mehr.

12 Uhr: Durchatmen an den Märkten: Italien muss Investoren zwar höhere Zinsen zahlen als zuletzt, hat aber trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation und der politischen Unsicherheit rund 4 Milliarden Euro über verschiedene Anleihe-Auktionen am Markt eingesammelt. Bei einer Aufstockung unverzinslicher Anleihen verlangten die Investoren eine Rendite von 1,68 Prozent. Das Platzierungsvolumen lag mit 2,8 Milliarden Euro knapp unter dem Ziel von 3 Milliarden Euro. Mit zwei weiteren inflationsgeschützten Anleihen nahm Italien jedoch zusätzliche 1,25 Milliarden Euro auf.

Die große Nagelprobe am Anleihemarkt steht Italien in dieser Woche erst noch bevor: Am Mittwoch sollen sieben Milliarden Euro bei Anlegern eingesammelt werden.

10:45 Uhr: Die große Unbekannte bei der Wahl ist die Bewegung des Komikers Beppe Grillo. "Wir werden das Parlament aufreißen wie eine Thunfischbüchse", hatte der für aggressive und süffige Wortmeldungen bekannte Grillo am Freitag seinen Hunderttausenden überwiegend jüngeren Fans zugerufen. Beobachter fürchten, dass seine "Bewegung Fünf Sterne" als Puffer zwischen den Lagern eine Regierungsbildung erschwert. Laut Umfragen könnte Grillos Liste auf Platz drei landen - hinter der Linken und Berlusconi, aber vor Mario Monti.

9:30 Uhr: An der Börse überwiegt trotz der Unsicherheit über den Ausgang der Wahl im frühen Handel noch die Gelassenheit. Der Leitindex der Mailänder Börse stieg zur Eröffnung am Montag um 1,4 Prozent auf 16.456 Punkte. Der deutsche Leitindex Dax legte rund ein Prozent zu und überwand die Marke von 7700 Zählern. Sollte Berlusconi am Abend jedoch als Wahlsieger ausgerufen werden, rechnen Börsianer mit einem Rückschlag an den Börsen.

08:30 Uhr: Wo bleiben die Wähler? Die Beteiligung ist bisher recht niedrig. Bei Schließung der Wahllokale am ersten Wahltag (Sonntag) um 22.00 Uhr betrug die Wahlbeteiligung 55,17 Prozent. Das waren nach Angaben der Wahlkommission vom Sonntagabend deutlich weniger als zu diesem Zeitpunkt vor fünf Jahren. Damals hatte die Beteiligung bei 62,55 Prozent gelegen - vor allem Berlusconis Wähler strömten zu den Urnen und sicherten dem Cavaliere den Sieg.

Es ist dieses Mal vielleicht so, wie die französische Regionalzeitung "La Montagne" vermutet: "Die Italiener wissen nicht mehr so recht, wem sie sich noch anvertrauen sollen", schreibt das Blatt. "Sie sind voller Zweifel, wenn nicht gar voller Hoffnungslosigkeit und Zorn." Und daher bleiben viele zu Hause, zumal Eis und Schnee denn Urnengang nicht eben attraktiver machen.

08:00 Uhr: Italien wird am Montag nicht nur politisch im Rampenlicht stehen. Während der noch laufenden Parlamentswahlen wird das wirtschaftlich gespaltene Land am Vormittag an die Investoren herantreten, um mehrere langlaufende Staatsanleihen zu platzieren. Ob sich die große Ungewissheit über den Wahlausgang in höheren Zinsen niederschlagen wird, ist fraglich. Neben Italien wird Deutschland unverzinsliche Schatzanweisungen (Bubills) auktionieren. Die überwiegend feste Tendenz der asiatischen Aktienmärkte, insbesondere der Börse in Tokio, könnte deutsche Staatsanleihen zu Handelsbeginn zunächst belasten.

07:45 Uhr: Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen einen Politiker der Lega Nord wegen Unterschriftenfälschung im Zusammenhang mit der Parlamentswahl eingeleitet. Dem Provinzrat der Partei in Monza, Giuliano Beretta, wird vorgeworfen, rund 900 Unterschriften für die Wahlliste des Spitzenkandidaten Roberto Maroni gefälscht zu haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die vor allem in Norditalien starke anti-europäische Lega Nord ist ein Bündnispartner von Silvio Berlusconis PdL (Volk der Freiheit). Die Partei wehrte sich gegen die Vorwürfe. Um zur Wahl zugelassen zu werden, müssen die Parteien in Italien Listen mit Unterschriften ihrer Unterstützer einreichen.

07:30 Uhr: In den letzten Umfragen vor der Wahl lag die Demokratische Partei (PD) mit ihrem Spitzenkandidaten Pier Luigi Bersani knapp vor dem Parteienbündnis von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Der aktuelle Regierungschef Mario Monti könnte als Koalitionspartner wichtig werden. Erschweren könnten eine Regierungsbildung unterschiedliche Mehrheiten in Ober- und Unterhaus. In der Europäischen Union wird befürchtet, dass bei einem Wahlsieg Berlusconis die Schuldenkrise wieder aufflammen könnte.

07:00 Uhr: In Italien hat am Montagmorgen der zweite Tag der Parlamentswahl begonnen. Die Wahllokale öffneten um 7 Uhr morgens und schließen um 15 Uhr. Kurz danach werden die ersten Ergebnisse erwartet. Am Sonntag hatte sich zunächst nur eine mäßige Beteiligung abgezeichnet. Die Wahlen werden europaweit mit Spannung verfolgt, da ihr Ausgang darüber entscheidet, inwiefern Italien den eingeschlagenen Weg der Reformen fortsetzt.

nis/afp/dpa-afx/rtr

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarife:
Finden Sie den passenden Tarif