22.02.2013
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Mordanklage
Pistorius kommt gegen Kaution frei

Oscar Pistorius vor Gericht: Dem 26-jährigen Athleten wird kaltblütiger Mord vorgeworfen
REUTERS

Oscar Pistorius vor Gericht: Dem 26-jährigen Athleten wird kaltblütiger Mord vorgeworfen

Der wegen Mordes an seiner Model-Freundin angeklagte Paralympics-Star Oscar Pistorius kommt gegen Kaution frei. Es bestehe keine Fluchtgefahr, so die Verteidigung. Das Gericht vertagte die Verhandlung auf den 4. Juni.

Pretoria - Der wegen Mordes angeklagte Paralympics-Star Oscar Pistorius kommt gegen Kaution frei. Damit gab das Gericht in Pretoria einem Antrag der Verteidigung statt. Als Auflage muss Pistorius eine Million Rand (rund 85.500 Euro) in Bargeld oder Bürgschaften hinterlegen. Zudem muss er seine Pässe abgeben und sich zwei Mal wöchentlich bei der Polizei melden.

Nach der Entscheidung brachen Familienmitglieder und Anhänger des Sportlers im Gerichtssaal in Jubelstürme aus. Pistorius selbst zeigte dagegen keine Regung. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26-jährigen Athleten kaltblütigen Mord an seiner Lebensgefährtin Reeva Steenkamp vor. Pistorius gestand zwar, die tödlichen Schüsse in der Nacht auf den Valentinstag abgefeuert zu haben, wies den Mordvorwurf aber zurück. Er gab an, nur deshalb geschossen zu haben, weil er einen Einbrecher in seiner Wohnung vermutet habe.

Laut Anklage schoss Pistorius vier Mal durch die geschlossene Badezimmertür. Das blonde Model sei von drei Geschossen tödlich getroffen worden. In ihrem Kautionsantrag hatten die Anwälte von Pistorius argumentiert, es bestehe keine Fluchtgefahr, weil ihr Mandant ein weltweit bekannter Sportler sei und überall erkannt werde. In seiner Begründung erklärte Richter Desmond Nair nun, dass ihn die Argumentation der Staatsanwaltschaft gegen eine Kaution nicht überzeugt habe. Als weitere Auflage ordnete der Richter an, dass Pistorius sich weder dem Tatort noch irgendwelchen Zeugen nähern dürfe. Das Gericht vertagte die Verhandlung auf den 4. Juni.

Nike kündigt Sponsoringvertrag

Der Fall des beidbeinig amputierten Pistorius' hat Millionen von Menschen weltweit in den Bann gezogen. Mit seinen sportlichen Leistungen auf High-Tech-Prothesen begeisterte er nicht nur behinderte Menschen. Die Mordvorwürfe bringen seine steile Karriere nun vorläufig zu einem jähen Ende. So legte der US-Sportartikelkonzern Nike am Donnerstag seinen Sponsorenvertrag mit dem südafrikanischen Paralympics-Star auf Eis.

Nike unterstützt den Sprinter seit 2007. Seine Sponsorenkontrakte dürften Pistorius schätzungsweise zwei Millionen Dollar im Jahr gebracht haben. Unter Vertrag steht der Sportler auch beim britischen Telekomriesen BT, dem Sonnenbrillenhersteller Oakley und dem französischen Modedesigner Thierry Mugler.

mahi/rtr

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