Dienstag, 26. Mai 2015

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Libor-Skandal Banken drohen Milliardenstrafen

Londons Finanzcenter Canary Wharf: Banken drohen neue Strafen nach Manipulation des Libor-Zinssatzes

Jetzt droht es richtig teuer für Banken zu werden, die den Basiszinssatz Libor manipuliert haben sollen: Die EU weitet die Ermittlungen nach Medienberichten gegen die Geldhäuser auf ein weiteres Finanzprodukt aus. Damit droht manchen Banken eine Strafe von 30 Prozent ihrer Jahreseinnahmen.

Brüssel - Die Europäische Kommission weitet einem Zeitungsbericht zufolge ihre Ermittlungen gegen die Manipulation von Zinssätzen durch Banken aus. Die seit 18 Monaten anhaltende Untersuchung von Euro- und Yen-Liborsätzen sei nun auf in Schweizer Franken denominierte Swaps ausgeweitet worden, berichtete die "Financial Times".

Die Kommission könne eine Höchststrafe von 10 Prozent der Jahreseinnahmen pro Manipulationsfall verhängen. Deshalb drohe Instituten, die in allen drei Fällen für schuldig befunden werden, eine Strafe von 30 Prozent ihrer gesamten Jahreseinnahmen, berichtete die Zeitung.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia werde am Freitag in einer als Warnung an die Banken gedachten Rede seine Entschlossenheit in dem Skandal bekräftigen, heißt es in dem Bericht weiter. Die EU lote zwar gleichzeitig informell die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung aus, sagten an den Ermittlungen beteiligte Personen der Zeitung. Einige Banken zierten sich jedoch, darüber Gespräche aufzunehmen, da sie die Anschuldigungen für unberechtigt hielten.

kst/rtr

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