Europäische Unionmanager magazin RSS  - Europäische Union

Alle Artikel und Hintergründe


21.02.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Nationale Haushalte
EU sichert sich Budgetkontrolle der EU-Staaten

EU-Komissar Olli Rehn: Lässt die nationalen Budgets der EU-Staaten künftig stärker überwachen
REUTERS

EU-Komissar Olli Rehn: Lässt die nationalen Budgets der EU-Staaten künftig stärker überwachen

Die Europäische Union will sich nicht mehr von Finanzdaten ihrer Mitgliedsstaaten überrumpeln lassen. Die nationalen Haushalte werden deshalb künftig von EU-Aufsehern kontrolliert. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn sprach von einem "Durchbruch".

Brüssel - Die nationalen Budgets der Euro-Staaten werden künftig strikter Kontrolle durch die EU unterworfen. Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Vertreter von EU-Kommission, Europaparlament und Mitgliedsstaaten am Mittwoch auf neue Regeln zur stärkeren Überwachung der Haushalte geeinigt. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn sprach von einem "Durchbruch" bei der gemeinsamen Wirtschaftspolitik der Euro-Staaten. Der Euro-Raum könne schon für den Haushaltszyklus 2014 von der effektiveren wirtschaftlichen Steuerung profitieren.

Bei den zwei Elementen der gemeinsamen Wirtschaftspolitik - im EU-Jargon auch "Two Pack" genannt - geht es einmal um die verstärkte Überwachung von Budgetentwürfen. Die Euro-Staaten müssen ihre Haushaltsplanung jährlich, und zwar vor dem 15. Oktober, der EU-Kommission und der Euro-Gruppe in Brüssel vorlegen. Falls sich wirtschaftliche Fehlentwicklungen abzeichnen, kann Brüssel Änderungen wie etwa weitere Sparmaßnahmen verlangen. Dies soll Krisen wie etwa in Griechenland künftig verhindern.

Einschnitte dürften dabei zulasten von Investitionen in Wachstum, Bildung oder Gesundheit gehen, teilte das Parlament mit. Die Abgeordneten konnten der EU-Kommission Zugeständnisse abringen, etwa dass eine Expertengruppe bis März 2014 Möglichkeiten zur Einführung von kurzfristigen Euro-Anleihen ("Euro-Bills") sowie eines Schuldentilgungsfonds ausloten. Außerdem sagte die Kommission zu, sich verstärkt im Kampf gegen Steuerflucht zu engagieren.

Die Einigung bedeutet zweitens auch, dass diejenigen Euro-Staaten verschärft beobachtet werden, die bereits in einem EU-Verfahren wegen eines zu hohen Staatsdefizits stecken oder ernsthafte finanzielle Probleme haben und etwa Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds erhalten.

Die EU-Staaten hatten bereits vor einem Jahr grünes Licht für die strengeren Budgetregeln gegeben, doch das Europaparlament hatte weiterreichende Forderungen damit verknüpft. Der Kompromiss muss nun noch offiziell von Rat und Parlament angenommen werden, dies gilt aber als Formalie. Die EU-Kommission kündigte für die nächsten Monate weitere Reformen zur Vertiefung der Währungsunion an.

kst/dpa-afx

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Währungsunion
Euro-Länder wachsen Schulden über den Kopf
Ratspräsident gesucht
EU-Gipfel scheitert an Spitzenjobs
Neuer EU-Kommissionspräsident
Juncker schafft?s im ersten Wahlgang
Verteidigungsminister wechselt
Cameron ernennt Euroskeptiker Hammond zum Außenminister

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger