18.02.2013
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Ecuador
Correa als Präsident wiedergewählt

Rafael Correa: Der linksgerichtete Wirtschaftsexperte erhielt bei der Präsidentenwahl 56,7 Prozent der Stimmen
DPA

Rafael Correa: Der linksgerichtete Wirtschaftsexperte erhielt bei der Präsidentenwahl 56,7 Prozent der Stimmen

Ecuadors linksgerichteter Präsident Correa ist nicht zu stoppen. Bereits im ersten Wahlgang erreicht der Wirtschaftsexperte eine absolute Mehrheit. Gegner hat der 49-Jährige reichlich. Ins Visier nimmt er jetzt die Zeitungsverleger.

Quito - Bei der Präsidentenwahl in südamerikanischen Ecuador ist Staatschef Rafael Correa bereits im ersten Wahlgang im Amt bestätigt worden. Der linksgerichtete Wirtschaftsexperte erhielt am Sonntag 56,7 Prozent der Stimmen. "Diese Revolution wird von nichts und niemandem gestoppt", sagte Correa am Sonntagabend (Ortszeit) vom Balkon des Regierungspalastes Carondelet zu seinen Anhängern.

Der konservative Bankier Guillermo Lasso wurde mit 23,3 Prozent zweiter. Nach dem von der Nationalen Wahlkommission CNE veröffentlichten Endergebnis landete der ehemalige Präsident Lucio Gutiérrez mit 6,6 Prozent auf dem dritten Platz.

"Wir werden sicher viele Fehler machen, aber immer in bester Absicht", erklärte Correa. Wichtig sei, dass in Ecuador jetzt die Demokratie herrsche und nicht mehr die traditionellen Parteien, die Banken, die Medien, die internationalen Finanzinstitute oder die "hegemonialen Länder".

Correa bezeichnet sich als unabhängigen "christlich-humanistischen Linken", der mit seiner "Bürgerrevolution" eine Alternative zu der traditionellen Parteipolitik aufzustellen sucht. Zu seinen Feinden gehören die USA, der IWF und die großen Medien Ecuadors, die ihm Maßnahmen zur Einschränkung der Pressefreiheit vorhalten. Als enger Verbündeter des venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez sowie seines bolivianischen Amtskollegen Evo Morales teilt Correa mit ihnen das Ziel eines "Sozialismus des 21. Jahrhunderts".

Correa: "Korrupte und antidemokratische Medien"

Während einer Pressekonferenz unterstrich Correa die Bedeutung, die das Wahlergebnis für die Bildung einer breiten Regierungsmehrheit im Parlament habe. Unter anderem erwähnte er, dass es sich um eine einzigartige Gelegenheit handle, eine "demokratische" Presse zu schaffen. Es müssten die "korrupten und antidemokratischen" Medien bekämpft werden, die in Händen eines halben Dutzend reicher Familien lägen und sich das Recht anmaßten, zu ihrem eigenen Vorteil Information zu verschweigen, zu veröffentlichen oder zu erfinden.

Lasso sprach seine Anerkennung des Wahlergebnisses aus. Er feierte den zweiten Platz als Konsolidierung seiner Rolle als Oppositionschef. "Heute wurde die Opposition gegründet", erklärte Lasso in Guayaquil.

Correa wird am 24. Mai seine neue Amtsperiode bis 2017 antreten. Der 49-jährige Staatschef hat seit 2006 sieben Wahlen in Folge gewonnen.

In dem südamerikanischen Land wurden am Sonntag außerdem die 137 Mitglieder der Nationalversammlung sowie fünf Abgeordnete für das Anden-Parlament gewählt. Die Wahl verlief ohne Zwischenfälle. Die Wahlbeteiligung lag mit 81,4 Prozent über dem historischen Durchschnitt von rund 75 Prozent. Zur Stimmabgabe waren 11,6 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen.

mg/dpa

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