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15.02.2013
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Russisches Uralgebirge
Hunderte Verletzte nach Meteoriteneinschlag

Meteorit im russischen Tscheljabinsk: Etwa 500 Menschen sollen verletzt sein
AFP/ 74.RU/ Oleg Kargopolov

Meteorit im russischen Tscheljabinsk: Etwa 500 Menschen sollen verletzt sein

Erst grelle Blitze, dann heftige Explosionen: Beim Einschlag eines Meteoriten im russischen Uralgebirge sind Hunderte Menschen verletzt worden. Mit dem Asteroiden, der heute Abend knapp an der Erde vorbeifliegen wird, soll der Aufprall allerdings nichts zu tun haben.

Moskau - Beim dem Meteoriteneinschlag sind nach Angaben russischer Behörden im Gebiet Tscheljabinsk etwa 500 Menschen verletzt worden, davon mindestens zehn Kinder. Die meisten Verletzten seien von Scherben zersplitterter Scheiben getroffen worden, teilte das Innenministerium mit. Die Behörden sprachen abweichend von einem Meteoriten-Absturz oder Meteoriten-Schauer. Der Einschlag war demnach um 7.30 Moskauer Zeit, 4.30 Uhr MEZ.

Mit dem Asteroiden "2012 DA14", der heute Abend knapp an der Erde vorbei fliegen soll, hat der Einschlag des Meteoriten am Uralgebirge Experten zufolge aber nichts zu tun. "Das ist etwas völlig anderes", sagte ein Sprecher der europäischen Weltraumagentur Esa. "Flugbahn und Ort des Anschlages sprechen dagegen."

Nach Experteneinschätzung raste der Meteorit mit extrem hoher Geschwindigkeit Richtung Erde. Nach Eintritt in die Atmosphäre dürfte das kosmische Geschoss mit einer gewaltigen Druckwelle explodiert sein.

Insgesamt seien in mindestens sechs Städten in der Region am Ural rund 1500 Kilometer östlich von Moskau Schäden an Gebäuden festgestellt worden, hieß es. Die gewaltige Druckwelle habe zahlreiche Dächer zerstört und Fensterscheiben zertrümmert. Atomanlagen der Gegend seien nicht betroffen.

Regierung schickt 20.000 Einsatzkräfte

Augenzeugen berichteten von Lichtblitzen, Explosionen und Rauchwolken am Himmel. Viele dachten demnach, ein Flugzeug sei am Himmel explodiert. Auch auf Amateurvideos war ein greller Blitz zu sehen, der den Himmel erhellte, und Menschen, die in Gebäuden Zuflucht suchten. Schulen in der Region blieben am Freitag geschlossen, weil in zahlreichen Gebäuden die Fensterscheiben zerbrochen waren und die Temperaturen in Zentralrussland bei minus 18 Grad liegen.

Der Meteorit selbst sei in den See Tschebarkul rund 80 Kilometer westlich von Tscheljabinsk gefallen, teilte die Gebietsverwaltung mit. Sieben Flugzeuge und 20.000 Angehörige des Zivilschutzes in Tscheljabinsk seien in der Region im Einsatz, um zu helfen. Wegen des Ausmaßes der Schäden sollten Betriebe und Einrichtungen ihre Mitarbeiter nach Möglichkeit zum Helfen nach Hause schicken, hieß es in einer Mitteilung der Verwaltung.

Der russische Astronom Sergej Smirnow meinte, dass der Meteorit vor dem teilweisen Verglühen vermutlich mehrere Tonnen schwer gewesen sei. Einzelne Splitter hätten demnach jeweils bis zu einem Kilogramm wiegen können. "Der Meteorit ist in den unteren Schichten der Atmosphäre fast vollständig verglüht. Allerdings war die Druckwelle massiv", sagte Jelena Smirnych vom Zivilschutzministerium in Tscheljabinsk.

mg/dpa/afp

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