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08.02.2013
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Größeres Handelsvolumen
Deutsche Wirtschaft schafft Exportrekord

Hafen in Shanghai: Mehr Handel mit deutschen Unternehmen
AFP

Hafen in Shanghai: Mehr Handel mit deutschen Unternehmen

Die deutsche Exportwirtschaft schafft trotz des schwächeren Geschäfts mit kriselnden Euro-Staaten einen Rekord: Die Ausfuhren kletterten 2012 gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2011 um 3,4 Prozent. Und der Überschuss aus dem Handel war der zweithöchste in der Geschichte.

Wiesbaden - Die deutschen Exporteure haben im vergangenen Jahr trotz der Euro-Schuldenkrise so viel ins Ausland verkauft wie nie zuvor. 2012 setzten sie Waren im Wert von 1,097 Billionen Euro ab - 3,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit; 2011 war das bisherige Rekordjahr.

Ausschlaggebend für das neue Hoch war die große Nachfrage aus Übersee nach Waren "Made in Germany". Während die Lieferungen in die Länder der Euro-Zone um 2,1 Prozent auf 411,9 Milliarden Euro sanken, zogen die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union kräftig um 8,8 Prozent auf 471,7 Milliarden Euro an. Auch die EU-Länder, die nicht der Euro-Zone angehören, bestellten 3,3 Prozent mehr Waren im Wert von 213,8 Milliarden Euro. Die Einfuhren lagen nur 0,7 Prozent höher als im Vorjahr bei 909,2 Milliarden Euro.

Dementsprechend gelang 2012 auch ein Beinah-Überschussrekord aus dem Außenhandel für die deutsche Wirtschaft. Mit 188,1 Milliarden Euro wurde 2012 der zweithöchsten Außenhandelsüberschuss seit Einführung der Statistik im Jahr 1950 erzielt. 2011 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 158,7 Milliarden Euro betragen. Den bisher höchsten Überschuss erzielte Deutschland den Statistikern zufolge im Jahr 2007 mit 195,3 Milliarden Euro.

Zum Jahresende ging der deutschen Exportwirtschaft allerdings die Luft aus. Im Dezember lagen die Ausfuhren 6,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahrs. Zum November stiegen sie kalender- und saisonbereinigt leicht um 0,3 Prozent. "Insgesamt haben sich die deutschen Exporteure 2012 beeindruckend gut geschlagen, trotz der Euro-Krise und den Schwächen andernorts", kommentierte Ökonom Christian Schulz von der Berenberg Bank die Zahlen. Hingegen hätten sich die Importe angesichts der robusten Konjunktur, die die Binnennachfrage eigentlich stärken müsste, überraschend schwach entwickelt.

Für das laufende Jahr rechnet der Außenhandelsverband BGA nach früheren Angaben mit einer Zunahme der Exporte um bis zu 5 Prozent und für die Importe um 5,5 Prozent. "Nach vorne blickend hellt sich der Himmel auf. Die globalen Frühindikatoren haben sich merklich verbessert und lassen auf wieder bessere Exportgeschäfte hoffen", glaubt Deka-Bank-Experte Andreas Scheuerle.

kst/dpa-afx/rtr

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