Donnerstag, 5. März 2015

Schuldenland Griechen-Haushalt im Plus - scheinbar

Hoffnungsschimmer: Der aktuelle griechische Staatshaushalt sieht jedenfalls besser aus als jener noch vor wenigen Jahren

Wer von der Küste Griechenlands aufs Mittelmeer hinausschaut, kann mit Glück womöglich einen Silberstreifen am Horizont erkennen: Der 2012er Athener Staatshaushalt weist erstmals seit Jahren einen positiven Saldo auf - allerdings nur, wenn man die Zinslast nicht beachtet. 

Athen - Griechenland hat 2012 nach neuesten Angaben des Finanzministeriums erstmals seit Jahren mehr eingenommen als ausgegeben, wobei aber Zinsen nicht berücksichtigt sind. Das Land habe einen kleinen Überschuss von 434 Millionen Euro erwirtschaftet, teilte am Montag das Finanzministerium mit. Zum Vergleich: 2011 hatte es ein sogenanntes Primärdefizit von 3,5 Milliarden Euro gegeben.

Experten führten die positive Entwicklung darauf zurück, dass Athen seit Monaten nur noch die dringendsten Rechnungen bezahle und in allen Bereichen den Gürtel enger schnalle. Ein echter ausgeglichener Haushalt unter Berücksichtigung des Schuldendienstes stehe dagegen noch in weiter Ferne.

Der Überschuss sei ein Zeichen dafür, dass die "Voraussetzungen für einen Neustart der Wirtschaft geschaffen werden", erklärte der Vize-Finanzminister, Ioannis Staikouras.

cr/dpa-afx

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH