Dienstag, 30. Juni 2015

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Konjunkturhilfen Japan erhöht Wachstumsprognose

Shinzo Abe: Der neue japanische Ministerpräsident hebt die Jahresprognose auf 2,5 Prozent an

Mit Konjunkturhilfen in Milliardenhöhe will die neue japanische Regierung das Wachstum des angeschlagenen Landes ankurbeln. Jetzt hat das Kabinett auch erstmals anhand einer Prognose deutlich gemacht, wie viel Wachstum es sich von den Stimulierungsmaßnahmen erhofft.

Tokio - Die japanische Regierung geht für das am 1. April beginnende Steuerjahr 2013/2014 von einem Wirtschaftswachstum in Höhe von real 2,5 Prozent aus. Die Vorgängerregierung war noch im August nur von einem Plus in Höhe von 1,7 Prozent ausgegangen.

Die neue Prognose des Kabinettsbüros stützt sich insbesondere auf die geplanten aggressiven finanz- und geldpolitischen Konjunkturhilfen und die wirtschaftliche Erholung wichtiger Auslandsmärkte. Anfang Januar hatte die neue Regierung ein 173 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket beschlossen.

Der neue Ministerpräsident Shinzo Abe will mit Blick auf die Wahlen zum Oberhaus des Parlaments im Sommer die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt mit aller Gewalt aus der Rezession reißen. Dazu hat er die Zentralbank unter starken Druck gesetzt, die geldpolitischen Zügel noch viel stärker als bisher zu lockern.

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt war im dritten Quartal des vergangenen Jahres erneut in eine Rezession geschlittert. Zudem leidet die Wirtschaft unter der seit Jahren andauernden Deflation mit stetig fallenden Preisen und der rasanten Festigung des Außenwerts des Yen.

mg/dpa-afx

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