Arabische Weltmanager magazin RSS  - Arabische Welt

Alle Artikel und Hintergründe


27.01.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Krieg in Mali
Frankreichs Truppen rücken nach Timbuktu vor

Maschinengewehr im Anschlag: Inzwischen hat Frankreich 2500 Soldaten auf malischem Boden
AFP

Maschinengewehr im Anschlag: Inzwischen hat Frankreich 2500 Soldaten auf malischem Boden

Französische Militärs erzielen in Mali offenbar erste größere Erfolge. Nach der Einnahme der Stadt Gao marschieren sie nun Richtung Timbuktu. Deutschland will den Kampf gegen die Rebellen mit Ausrüstung unterstützen.

Sevare/Mali - In ihrem Kampf gegen islamistische Aufständische in Mali sind französische und einheimische Truppen am Sonntag in Richtung der Wüstenstadt Timbuktu vorgerückt. Soldaten beider Länder patrouillierten in der strategisch wichtigen Stadt Gao, wie ein Sprecher des malischen Verteidigungsministeriums berichtete. Der Flugplatz und eine wichtige Brücke würden gehalten.

Die französischen Streitkräfte hatten am Samstag die Einnahme Gaos gemeldet, anderen Informanten zufolge war am Abend noch gekämpft worden. Die Einnahme des Flugplatzes von Gao war der bislang größte Erfolg bei den Bemühungen, den Norden Malis zurückzuerobern.

Im April vorigen Jahres hatten die vom Norden des westafrikanischen Krisenstaats aus agierenden Islamisten erst Gao, anschließend dann die Provinzhauptstädte Kidal und das vor allem kulturhistorisch bedeutende Timbuktu eingenommen. Seit Frankreich seine Luftangriffe gegen die Rebellen vor zwei Wochen aufgenommen und um eine Bodenoffensive ergänzt hat, haben sich die Extremisten aus den drei zentralmalischen Städten Diabaly, Konna und Douentza zurückgezogen.

Die Krise in Mali ist auch ein Hauptthema bei einer Konferenz der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Der Sicherheitsrat der AU teilte am Samstag mit, die afrikanische Eingreiftruppe für Mali solle bald einsatzfähig sein. Der Rat versicherte dem malischen Präsidenten Dioncounda Traoré seine Unterstützung, forderte ihn aber auch auf, rasch einen Plan für freie und faire Wahlen aufzustellen.

Deutschland will mit Ausrüstung unterstützen

Inzwischen haben die französischen Streitkräfte etwa 2500 Soldaten auf malischem Boden, die zurzeit von rund 1750 Soldaten aus afrikanischen Nachbarstaaten unterstützt werden. Diese kündigten an, die Zahl auf mindestens 5700 aufstocken zu wollen. Das US-Außenministerium teilte mit, 32 Millionen Dollar (knapp 24 Millionen Euro) für die Ausbildung der afrikanischen Soldaten bereitzustellen.

Deutschland will die Truppen der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas für ihren Einsatz in Mali offenbar auch mit Ausrüstung unterstützen. Wie das Magazin "Spiegel" berichtete, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dies vergangene Woche dem französischen Präsidenten François Hollande zu. Allerdings gehe es dabei nicht um Waffen, sondern um Lastwagen, Stiefel sowie Uniformen für die Soldaten. Bevor Waffen geliefert werden könnten, müssten die afrikanischen Soldaten erst entsprechend ausgebildet sein, hieß es laut "Spiegel" von Seiten der Bundesregierung.

Frankreich hatte Deutschland zudem um Hilfe bei der Luftbetankung seiner Kampfflugzeuge gebeten. Diese Aufgabe wird jedoch nun offensichtlich von den USA wahrgenommen. Das US-Verteidigungsministerium habe beschlossen, französische Flugzeuge, die derzeit in Mali im Einsatz seien, zu betanken, sagte ein Ministeriumssprecher in Washington.

Das Bundesverteidigungsministerium hatte zuvor auf eine französische Bitte hin ebenfalls eine Hilfestellung bei der Luftbetankung geprüft, zugleich aber Bedenken geäußert. Deutschland verfüge über kein System, das für die Luftbetankung französischer Flugzeuge zertifiziert sei, hieß es dazu in Berlin. Nach einer Lösung des Problems sollte gesucht werden. Wegen des US-Angebots wird die deutsche Hilfe nun allerdings möglicherweise nicht mehr benötigt.

rei/dapd/afp

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH





Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger