Freitag, 27. März 2015

Athen Polizisten stoppen U-Bahn-Streikende

U-Bahn-Streikende in Athen: Polizisten haben das Gelände geräumt

Polizisten haben in Athen ein besetztes U-Bahn-Depot gestürmt. Die Streikenden hatten zuvor eine Anordnung der Regierung missachtet, die Arbeit wieder aufzunehmen. Den streikenden Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe war mit Festnahmen gedroht worden, sollten sie nicht weiterarbeiten.

Die griechische Polizei hat am frühen Freitagmorgen ein von streikenden Arbeitern besetztes U-Bahn-Depot in der Hauptstadt Athen gestürmt. Die Beamten brachen die Tore auf und führten Dutzende Streikende ab. Zuvor hatten die Beamten die Zufahrtsstraßen zu dem Depot gesperrt und Hunderte Unterstützer daran gehindert, sich den Streikenden anzuschließen.

Am Donnerstag hatte die griechische Regierung Notstandsregelungen in Kraft gesetzt. Sollten die Streikenden nicht an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, drohen ihnen Haftstrafen. Als Zeichen der Solidarität schlossen sich am Freitag dennoch die Angestellten von Busbetrieben und der Eisenbahnen dem Streik an.

Die Gewerkschaften hatten Widerstand gegen die Anordnung der Regierung angekündigt. "Wir werden nicht nachgeben, wir werden standhalten", erklärte ein Sprecher der Arbeitnehmervertreter. Mit dem Streik wollen die U-Bahnfahrer eine deutliche Senkung ihrer Gehälter verhindern. In der Regierungskoalition ist die Maßnahme umstritten. Im Gegenzug für milliardenschwere Hilfen von seinen internationalen Geldgebern muss das krisengeschüttelte Griechenland einen harten Sparkurs fahren und Reformen umsetzen.

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