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17.01.2013
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Neuer Euro-Gruppenchef
Frankreich fremdelt mit Dijsselbloem

Designierter Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem: Frankreichs Finanzminister legt sich vorsichtshalber quer
AFP

Designierter Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem: Frankreichs Finanzminister legt sich vorsichtshalber quer

Es wird kein Franzose werden, der an die Spitze der Euro-Finanzminister tritt. Grund genug für Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici, mit dem designierten neuen niederländischen Vormann zu fremdeln. Frankreich stellt nach Medienangaben erst einmal den gesamten Wahlvorgang infrage.

Frankfurt am Main - Die französische Regierung will offenbar die Ernennung des designierten neuen Chefs der Euro-Gruppe verzögern. Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" äußerte Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici Vorbehalte gegen das Verfahren zur Ernennung, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf der Internetseite der Zeitung hervorgeht.

Nach bisheriger Planung soll der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem dem langjährigen Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker nachfolgen.

Moscovici bemängelte gegenüber der Zeitung, es gebe bisher noch gar kein offizielles Bewerbungsverfahren für die Nachfolge. Deshalb könne in der kommenden Woche erst die offizielle Suche nach dem geeigneten Kandidaten beginnen. Eine Entscheidung könne dann auf der nächsten Sitzung im Februar fallen, so der Minister. Eigentlich wollten die Euro-Finanzminister ihren neuen Chef am kommenden Montag ernennen.

Der Vorstoß Moscovicis werde in Brüssel als Versuch gewertet, den künftigen Euro-Gruppenchef für französische Positionen zu gewinnen, schreibt die FAZ. Beispielhaft wird die Weiterentwicklung der geplanten europäischen Bankenunion genannt.

Moscovici habe kritisiert, dass Dijsselbloem ihm gegenüber seine "Vision" von der künftigen Wirtschafts- und Finanzpolitik im Euro-Raum nicht ausreichend dargelegt habe. "Wie kann der Euro-Raum in seiner Vollständigkeit erhalten bleiben, wie kann man zu besseren Wachstumsaussichten kommen, wie kann man die Bankenunion weiterentwickeln?" Zu diesen Fragen erwarte Moscovici konkrete Antworten.

kst/rtr

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