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11.01.2013
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Nach neun Monaten
Kassen der Sozialversicherung prall gefüllt

Mehr Jobs, mehr Beitrag, mehr Überschss: Die Sozialversicherung nimmt derzeit deutlich mehr Beiträge ein als sie Geld ausgibt
dapd

Mehr Jobs, mehr Beitrag, mehr Überschss: Die Sozialversicherung nimmt derzeit deutlich mehr Beiträge ein als sie Geld ausgibt

Rekordbeschäftigung und steigende Löhne bescheren der Sozialversicherung einen Milliardenüberschuss. Das größte Plus steuert die Krankenversicherung bei. Die Überschüsse seien aber nicht von Dauer, sagt die Bundesbank voraus.

Berlin - Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit haben bis 30. September 5,9 Milliarden Euro mehr eingenommen ein als sie ausgaben, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das sind 100 Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor.

Grund für den Überschuss sind boomende Beitragseinnahmen. Sie summierten sich auf knapp 393 Milliarden Euro - ein Plus von 1,8 Prozent. "Grund hierfür ist vor allem der beständige Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung", hieß es. Die Ausgaben stiegen um 1,9 Prozent auf fast 387 Milliarden Euro.

Die Bundesbank geht allerdings davon aus, dass die hohen Überschüsse in diesem Jahr schmelzen werden. "Zum einen entfällt der positive Konjunktureinfluss", so die Bundesbank. "Zum anderen wird sich die hohe Rücklage der Rentenversicherung schrittweise reduzieren."

Grund dafür sei der mit Jahresbeginn von 19,6 auf 18,9 Prozent gesenkte Beitragssatz. Zudem seien höhere Ausgaben zu erwarten. "Auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen sind eher wieder Defizite angelegt", erwartet die Bundesbank.

Größter Überschuss in der gesetzlichen Krankenversicherung

Den weiteren Angaben zufolge stiegen die Einnahmen der Rentenversicherung vor allem wegen höherer Beiträge um 2,1 Prozent auf 190,2 Milliarden Euro. Die Ausgaben gingen dagegen nur um 1,6 Prozent hoch, so dass sich ein Überschuss von 400 Millionen Euro ergab. Ende September 2011 hatte die Rentenversicherung noch ein Minus von 500 Millionen Euro ausgewiesen.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung stiegen die Ausgaben im Vergleichszeitraum stärker (um 3,3 Prozent) als die Einnahmen (2,3 Prozent). Daraus ergab sich ein Finanzierungsüberschuss von 4,0 Milliarden Euro, das waren 1,3 Milliarden weniger als vor Jahresfrist.

Trotz des Anstiegs der beitragspflichtigen Beschäftigung und damit um 5,7 Prozent höherer Beiträge, gingen die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit insgesamt zurück. Der Grund: Sie nahm weniger Geld vom Bund als Liquiditätshilfe in Anspruch. Die Ausgaben sanken zugleich kräftig (minus 5,8 Prozent), so dass der Finanzierungsüberschuss mit 1,7 Milliarden Euro um 500 Millionen Euro über dem Vorjahreswert lag.

Die soziale Pflegeversicherung vergrößerte ihr Finanzierungsloch dagegen um 100 Millionen auf 200 Millionen Euro.

rei/rtr/dpa

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