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10.01.2013
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Rekord-Stromexporte
Deutschland verschenkt Strom

Stromschwemme: Deutschland exportierte 2012 rund 23 Milliarden Kilowattstunden
DPA

Stromschwemme: Deutschland exportierte 2012 rund 23 Milliarden Kilowattstunden

Es ist paradox: Während Verbraucher immer mehr zahlen, hat die Bundesrepublik im vergangenen Jahr so viel Strom exportiert wie noch nie - teilweise zum Schleuderpreis. Im Inland sank der Elektizitätsverbrauch dagegen. Der Anteil von Kohlestrom stieg an.

Berlin - Der deutsche Stromverbrauch ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge gesunken. Zugleich schnellte der Export im ersten Jahr nach dem Ausstieg aus der Atomenergie auf ein Rekordhoch. In Deutschland wurden 2012 rund 1,4 Prozent weniger Elektrizität verbraucht, wie der Bundesverband der Energiewirtschaft (BDEW) mitteilte. Als Grund nannte Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller unter anderem das schwächere Wirtschaftswachstum im Vergleich zu 2011.

Dennoch ist Deutschland damit eines der wenigen Industrieländer, denen es offenbar gelingt, Wachstum und Stromverbrauch zu entkoppeln. Auch 2011 ging die Stromnutzung bereits trotz einer kräftigen Steigerung des Bruttoinlandsprodukts zurück. Dies wurde auch auf eine höhere Effizienz beim Einsatz von Energie zurückgeführt.

Dagegen wurde nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr rund 1 Prozent mehr Gas verbrannt, obwohl die Gaskraftwerke wegen der wachsenden Produktion von Ökostrom deutlich weniger liefen. Dies wurde aber durch den kälteren Winter und den höheren Gasbedarf für das Heizen mehr als ausgeglichen.

Mehr Kohlestrom

Der Ökostrom-Anteil am Verbrauch insgesamt stieg vor allem wegen des Ausbaus der Photovoltaik auf knapp 22 Prozent nach rund 20 Prozent 2011. Solarstrom allein stieg auf 4,6 Prozent von 3,2 Prozent. Verdrängt wurden vom Ökostrom die vergleichsweise teuren Gaskraftwerke. Braun- und Steinkohleanlagen lieferten einen leicht größeren Anteil als 2011. Bereits damals war diese Entwicklung zu beobachten, die durch niedrige Preise für Kohlendioxid-Verschmutzungsrechte begünstigt wird.

In Deutschland sank der CO2-Ausstoß dennoch, da auch Gaskraftwerke - wenn auch in geringerem Umfang - Treibhausgas produzieren. BDEW-Geschäftsführerin Müller wies daraufhin, dass sich die Betreiber der Anlagen in einer kritischen Lage befänden. Die flexiblen Kraftwerke werden gebraucht, um die schwankende Einspeisung von Wind- oder Sonnenstrom auszugleichen. Da deren Menge wächst und vorrangig eingespeist wird, laufen die Anlagen aber immer weniger.

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