Montag, 20. August 2018

EZB-Chef Draghi erwartet Erholung zum Jahresende

EZB-Präsident Mario Draghi: "Die Finanzmärkte sind wieder in einer Normalsituation angekommen"

2. Teil: Auch Bank von England hält still

Die britische Zentralbank hat zu Jahresbeginn ihre Politik der ruhigen Hand fortgesetzt. Das Volumen der Staatsanleihenkäufe werde nicht über 375 Milliarden Pfund hinaus ausgedehnt, teilte die Bank von England (BoE) nach einer Sitzung ihres geldpolitischen Ausschusses mit.

Den Leitzins beließen die Zentralbanker um BoE-Gouverneur Mervyn King wie erwartet bei 0,5 Prozent. Der Wirtschaft dürfte zum Jahresende wieder die Puste ausgegangen sein, nachdem sie im Sommer noch solide gewachsen war. King hatte jedoch jüngst klargestellt, dass er den Hauptschub des Anleihenprogramms für die Konjunktur erst im Laufe des Jahres 2013 erwarte.

Zugleich macht die Inflation der Notenbank weiter zu schaffen: Die Jahresteuerung verharrte im November bei 2,7 Prozent und liegt damit deutlich über dem Inflationsziel der BoE von 2,0 Prozent. Die Notenbank geht davon aus, dass es vorerst keine durchgreifende Änderung zu Besseren geben wird: Großbritannien sieht sich nach Einschätzung Kings noch geraume Zeit mit der unschönen Aussicht konfrontiert, dass sich die Wirtschaft nur schwach erholt und die Teuerung nicht im Zaum gehalten werden kann.

King wird die Geldpolitik jedoch nur noch bis Mitte des Jahres an der Spitze der Notenbank entscheidend mitprägen: Im Juli übernimmt der Kanadier Mark Carney den Posten.

mahi/dpa-afx/dpa/rtr

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