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09.01.2013
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Euro-Gruppenchef
Dijsselbloem Favorit für Juncker-Nachfolge

Nachfolger gesucht: Der niederländische Finanzminister Dijsselbloem (l.) und Euro-Gruppenchef Juncker
AFP

Nachfolger gesucht: Der niederländische Finanzminister Dijsselbloem (l.) und Euro-Gruppenchef Juncker

Seit knapp einem Jahr ist die Euro-Gruppe auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden. Zeitweise war auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Gespräch für den Posten. Nun kristallisiert sich aber eine Mehrheit für seinen niederländischen Amtskollegen heraus.

Düsseldorf - Aller Voraussicht nach werde Jeroen Dijsselbloem am 21. Januar zum Vorsitzenden der Euro-Gruppe gewählt, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf EU-Diplomaten. Frankreich habe seine Vorbehalte gegen den 46-jährigen Sozialdemokraten weitgehend aufgegeben. Der luxemburgische Premier Jean-Claude Juncker hatte bereits Mitte vergangenen Jahres angekündigt, dass er sein Amt als Euro-Gruppenchef spätestens Anfang 2013 aufgeben will.

Schon Ende vergangenen Jahres war der niederländische Finanzminister als Favorit für die Nachfolge von Juncker gehandelt worden. Insbesondere aus Deutschland bekam er Unterstützung. Die Bundesregierung besteht darauf, dass der nächste Euro-Gruppenvorsitzende aus einem finanziell soliden Euro-Staat kommt, der seine Bestnote "AAA" bei den Ratingagenturen gehalten hat. Die Niederlande erfüllen diese Voraussetzung.

Frankreich hatte sich gegenüber Diijsselbloem hingegen zunächst reserviert gezeigt. Inzwischen hat sich dem Bericht zufolge die Regierung in Paris mit einem neuen Euro-Gruppenvorsitzenden namens Dijsselbloem aber offenkundig abgefunden.

Irland befürwortet Dijsselbloem

Am Mittwoch empfängt Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici den Niederländer in Paris. Wenn Dijsselbloem bei dem Besuch einen guten Eindruck hinterlasse, dann werde Frankreich gegen dessen Kandidatur keine Einwände mehr erheben, sagten EU-Diplomaten.

Irlands Finanzminister Michael Noonan geht bereits davon aus, dass Dijsselbloem neuer Chef der Euro-Gruppe wird. "Unser niederländischer Kollege scheint bereit, willens und fähig zu sein, das Amt zu führen", sagte Noonan. Er erwarte, dass die Nachfolge Junckers rasch entschieden werde. Irland führt seit dem Jahreswechsel turnusgemäß die EU-Amtsgeschäfte.

Noonan sagte weiter, es habe bisher über die Personalie keine förmliche Debatte gegeben. "Wir haben einige Verbindungen mit dem niederländischen Finanzminister", meinte Noonan augenzwinkernd, "er hat seinen Universitätsabschluss in Cork gemacht". Cork liegt in Irland.

mg/dpa-afx

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