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03.01.2013
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Hoffnungsschimmer
Weniger Spanier melden sich arbeitslos

Flagge im Sturm: Die spanische Arbeitslosenquote stieg im Sommer auf 25 Prozent
dapd

Flagge im Sturm: Die spanische Arbeitslosenquote stieg im Sommer auf 25 Prozent

Erstmals seit dem Sommer haben sich Ende 2012 in Spanien wieder weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die leichte Besserung ist jedoch hauptsächlich auf Saisonarbeiter in der Vorweihnachszeit zurückzuführen. Von den Banken des Landes kommen positive Signale.

Madrid - Die Zahl der registrierten Erwerbslosen fiel im Dezember im Monatsvergleich um 1,2 Prozent, teilte das spanische Arbeitsministerium mit. Insgesamt waren 59.094 weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im November.

In Spanien hellt sich traditionell zum Jahresende die Lage am Arbeitsmarkt etwas auf, da Saisonkräfte für das Weihnachtsgeschäft gebraucht werden. Dieser Effekt wirkte sich im Dezember fast flächendeckend aus: In 13 der 17 autonomen Regionen des Landes sank die Arbeitslosenzahl. Staatssekretärin Engracia Hidalgo riet jedoch dazu, die Daten mit Vorsicht zu genießen und die Statistiken der kommenden Monate abzuwarten.

Der Staat meldet die offizielle Arbeitslosenquote separat für jedes einzelne Vierteljahr. Zuletzt war die Rate im Sommer auf 25 Prozent gestiegen - ein Rekordwert für das demokratische Spanien in der Nach-Franco-Ära.

Das mit Schuldenproblemen kämpfende Land durchleidet eine schwere Rezession und muss auch dieses Jahr mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung rechnen. Regierungschef Mariano Rajoy steuert einen harten Sparkurs und hat mit der Öffnung des verkrusteten Arbeitsmarktes begonnen. Er hält sich trotz aller Sparanstrengungen zugleich eine Hintertür für eine Flucht unter den Euro-Rettungsschirm offen. Rajoy vertraut aber vorerst darauf, dass die Märkte nach der Ankündigung des Bond-Kaufprogramms durch EZB-Präsident Mario Draghi ruhig bleiben.

Banken decken sich mit Staatsanleihen ein

Die EZB ist bereit, Staatsanleihen von Krisenländern wie Spanien am Markt zu kaufen und so indirekt deren Zinskosten zu drücken. Voraussetzung dafür ist aber, dass das Land unter den Rettungsschirm schlüpft und Sparauflagen erfüllt. Für seine schwächelnden Banken hat Spanien bereits europäische Milliardenhilfen in Anspruch genommen.

Und die Geldhäuser kaufen bereits wieder fleißig Staatsanleihen auf - ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich die Märkte trotz der noch nicht ausgestandenen Schuldenkrise beruhigen. Spaniens Banken legten sich nach EZB-Daten im November für netto 4,2 Milliarden Euro mehr Staatsanleihen ins Portfolio, nachdem sie noch im Oktober Papiere im Wert von 5,2 Milliarden Euro abgestoßen hatten.

Insgesamt beliefen sich die Bond-Bestände auf einen Marktwert von 259,4 Milliarden Euro. In Italien, das ebenfalls in den Fokus der Schuldenkrise geraten ist, stiegen die Staatstitel-Bestände der Banken netto um 2,1 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 370,1 Milliarden Euro.

mahi/rtr

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