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19.12.2012
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Schuldenstaat
S&P stuft Griechenland deutlich herauf

Grund zur Entspannung: Griechen beim Angeln
AP

Grund zur Entspannung: Griechen beim Angeln

Nach zwei Jahren intensiver Rettungsbemühungen und Milliarden-Finanzspritzen ist nun auch die Ratingagentur Standard & Poor's vom Willen der Euro-Zone überzeugt, Griechenland zu retten. Die Folge: Analysten verbessern das Rating der Hellenen erheblich.  

Athen - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands um mehrere Stufen angehoben. Die Agentur stufte das Land am Dienstag von "CCC" auf "B-" herauf. Die anderen 16 Staaten der Euro-Zone seien glaubwürdig dazu entschlossen, Griechenland in der Währungsunion zu halten, teilte Standard & Poor's als Begründung mit. Den Ausblick bewertete die Agentur als "stabil". Demnach sind in den kommenden Monaten keine Anpassungen des Ratings zu erwarten.

Die Euro-Partner hatten Griechenland am Montag die nächste Tranche der Notkredite in Höhe von 34,3 Milliarden Euro überwiesen. Zuvor hatte Athen erfolgreich ein Anleihenrückkaufprogramm umgesetzt, um den griechischen Schuldenberg zu reduzieren.

Kurz vor der Ratinganpassung am Dienstag nahm Griechenland bei einer Auktion kurzfristiger Anleihen frisches Geld zu niedrigeren Zinsen auf. Das schuldengeplagte Land erlöste bei der Versteigerung von Papieren mit einer Laufzeit von 13 Wochen insgesamt 1,3 Milliarden Euro. Der Zinssatz lag nach Angaben der griechischen Schuldenbehörde bei 4,11 Prozent. Bei einer ähnlichen Anleihenauktion am 13. November lag die Rendite noch bei 4,2 Prozent.

Insgesamt sehen die internationalen Geldgeber für die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott aber große Risiken. In ihrem in Brüssel veröffentlichten Bericht äußert die Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) Zweifel daran, dass Athen tatsächlich seinen Verpflichtungen nachkommt und die zugesagten Reformen verwirklicht. "Die Risiken für die Umsetzung des Programms bleiben sehr hoch", heißt es. Probleme könnten durch die brüchige Regierungskoalition und den politischen Widerstand gegen manche Vorhaben entstehen. Die milliardenschweren Notkredite sollten dennoch wie geplant an Athen fließen.

Aus Protest gegen geplante Entlassungen wollen die Staatsbediensteten an diesem Mittwoch in Griechenland streiken. Schulen, Ministerien und Steuerämter sowie die Behörden der Städte sollen geschlossen bleiben. Auch Züge werden nicht fahren, wie die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes ADEDY mitteilte. Das Motto laute: "Entweder Du kämpfst oder Du wirst entlassen". Im Zuge der Einsparungen sollen in den nächsten Jahren rund 150.000 Staatsbedienstete gehen.

Bereits seit Montag behandeln die Ärzte Patienten der staatlichen Krankenkassen nur gegen Barzahlung. Der Staat schuldet ihnen nach Angaben ihrer Gewerkschaft mehrere Millionen Euro. Schon seit zwei Wochen geben die griechischen Apotheker Medikamente nur noch gegen Bargeld aus. Hintergrund ist auch hier, dass die staatlichen Krankenkassen ihre Schulden bei den Apothekern seit Monaten nicht bezahlt haben sollen. Auch die Müllabfuhr streikt in vielen Städten des Landes

cr/dapd/dpa-afx

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