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10.12.2012
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Regierungskrise
ESM-Chef zeigt sich besorgt

Klaus Regling: Der ESM-Chef warnt vor einer Verschärfung der Euro-Krise
DPA

Klaus Regling: Der ESM-Chef warnt vor einer Verschärfung der Euro-Krise

Monti will nicht mehr und Berlusconi will wieder - die Regierungskrise in Italien löst nicht nur bei Euro-Rettungsfondschef Klaus Regling sorgenvolle Blicke aus. Auch die Anleger reagieren verschreckt, die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen legen zu.

Berlin/Mailand - "Italien hat im vergangenen Jahr wichtige Reformen angeschoben. Das haben die Märkte bislang honoriert, allerdings haben sie auf die aktuellen Entwicklungen Ende vergangener Woche beunruhigt reagiert", sagte Klaus Regling der "Süddeutschen Zeitung". Für Italien wie für die gesamte Währungsunion sei es wichtig, dass der Reformprozess fortgesetzt werde.

Der Chef der Euro-Rettungsfonds ESM und EFSF bezog sich damit auf den drohenden Rücktritt von Ministerpräsident Mario Monti und die erneute Kandidatur des früheren, reformunwilligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi für das höchste Regierungsamt. Monti hatte am Samstag nach einem Krisentreffen mit Staatschef Giorgio Napolitano erklärt, vorzeitig abtreten zu wollen.

Zuvor hatte die Mitte-Rechts-Partei PdL des dreifachen früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi Monti die Unterstützung entzogen. Berlusconi hatte bestätigt, dass er bei den Wahlen 2013 selbst noch einmal antreten will. Ursprünglich hatte im März oder April gewählt werden sollen.

Monti blickt nach eigenen Worten nun in eine ungewisse Zukunft. Er wisse nicht, wie es politisch mit ihm weitergehen werde, sagte Monti der italienischen Zeitung "La Repubblica". "Wenn ich meine Gefühle heute beschreiben müsste, würde ich sagen, dass ich mir große Sorgen mache", so der italienische Regierungschef.

Die Regierungskrise hat sich am Montag auch gleich auf den italienischen Anleihemarkt ausgewirkt. Zehnjährige italienische Staatsanleihen rentierten im Vormittagshandel mit bis zu 4,8 Prozent. Das ist deutlich mehr als Anfang Dezember, als die Rendite mit etwa 4,4 Prozent auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen war.

mg/rtr/dpa-afx

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