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06.12.2012
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Blutige Krawalle in Kairo
Mursi lässt Panzer auffahren

Schwere Geschütze vor dem Präsidentenpalast in Kairo: Die Republikanische Garde soll Mursi schützen
REUTERS

Schwere Geschütze vor dem Präsidentenpalast in Kairo: Die Republikanische Garde soll Mursi schützen

Ägypten im Chaos: Bei gewalttätigen Straßenschlachten sind in Kairo mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Präsident Mursi lässt Panzer vor seinem Palast auffahren und kündigte eine Rede an das Volk an.

Kairo - Angesichts der neuen Gewalt in Ägypten mit mehreren Toten will sich Präsident Mohammed Mursi nun doch mit einer Ansprache an das Volk wenden. Die staatlichen Medien kündigten an, der Staatschef werde am Donnerstag eine Ansprache halten. Ob Mursi mit einem Kompromissvorschlag an die Öffentlichkeit treten will, blieb unklar.

Nach den nächtlichen Krawallen war die Republikanische Garde am Morgen mit Panzern vor dem Präsidentenpalast aufgefahren. Das verlautete aus Sicherheitskreisen in der ägyptischen Hauptstadt. Ein Sprecher betonte, es handele sich nicht um Soldaten der Armee. Nach den Ausschreitungen zwischen Oppositionellen und Anhängern der regierenden Islamisten-Parteien war in Ägypten über einen möglichen Militärputsch spekuliert worden.

Bei den Straßenschlachten waren in der Nacht mindestens fünf Menschen getötet worden. Entzündet hatte sich der Streit an einem Dekret Mursis, mit dem dieser seine Machtbefugnisse für die Zeit bis zum Inkrafttreten einer neuen Verfassung ausgeweitet hatte.

Berater wenden sich von Mursi ab

Die Kairoer Tageszeitung "Al-Shorouk" berichtete auf ihrer Website, ein weiterer Berater des Präsidenten habe aus Protest gegen die Gewalt auf den Straßen seinen Rücktritt erklärt. Mohammed Esmat Seif al-Daula, ist damit der siebte Berater von Mursi, der sein Amt niederlegt.

In Berlin rief Außenminister Guido Westerwelle (FDP) die Konfliktparteien in Ägypten zum Dialog auf. Beide Seiten müssten "auf eine politische Lösung hinarbeiten, damit diese Kontroverse überwunden werden kann", sagte Westerwelle in Berlin.

mahi/dpa

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