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26.11.2012
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Rezession
Italiens Konsumklima fällt auf Rekordtief

Bettler in Mailänder Einkaufsstraße: Vor allem der Ausblick wird düsterer
AP

Bettler in Mailänder Einkaufsstraße: Vor allem der Ausblick wird düsterer

Die Kauflaune der Italiener hat den schlechtesten Wert in der Geschichte der Statistik erreicht. Die Verbraucherumfrage zeigt kaum Lichtblicke. Zugleich beginnt der Kampf um die Nachfolge von Übergangspremier Mario Monti. Auch Silvio Berlusconi schaltet sich wieder ein.

Rom - Die Stimmung der italienischen Verbraucher ist angesichts Rezession und Schuldenkrise so schlecht wie noch nie. Im November fiel der entsprechende Indikator um 1,4 Punkte auf 84,8 Zähler, wie das nationale Statistikamt Istat am Montag mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Erhebung der Kennzahl im Jahr 1996. Die Markterwartungen wurden klar verfehlt. Die zuvor befragten Ökonomen hatten im Durchschnitt einen Wert von 86,3 Punkten geschätzt.

Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft im Euro-Raum und befindet sich seit mittlerweile einem Jahr in der Rezession. Zudem ist das Land hochverschuldet. Die Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage rutschte von 71,5 auf 69,4 Punkte besonders stark ab, während die Befragten ihre persönliche Situation mit 90,9 statt 91 Punkten kaum schlechter beurteilten.

Die aktuelle Wirtschaftslage wurde mit 92,3 Punkten sogar leicht besser beurteilt als zuvor, die Erwartungen der zukünftigen Entwicklung verschlechterten sich hingegen deutlich von 78,2 auf 75,2 Zähler. Nur im Süden des Landes gab es ein leichtes Plus gegenüber der Oktober-Umfrage. Alle Indikatoren zeigen mit Werten unter 100 aber klar eine schrumpfende Wirtschaft an.

Das in Umfragen für die Parlamentswahl im kommenden Frühjahr führende Mitte-Links-Lager hielt am Sonntag eine Urwahl des Spitzenkandidaten ab. Der Chef der Demokratischen Partei (PD), Pier Luigi Bersani, erhielt 44,9 Prozent der Stimmen. Sein Parteifreund Matteo Renzi, ein junger Unternehmer und Bürgermeister von Florenz, kam auf 35,5 Prozent.

Unterdessen könnte der frühere Regierungschef Silvio Berlusconi sich ein weiteres Mal umbesinnen, um seiner nach den Umfragen stark angeschlagenen Partei PdL (Volk der Freiheit) Auftrieb zu geben. Er denke darüber nach, sagte Berlusconi am Samstag. Vor einem Jahr zurückgetreten, hatte er immer wieder mal sein Interesse bekundet, mal seinen Rückzug definitiv gemacht. Trete Berlusconi an, machten Vorwahlen der PdL keinen Sinn, sagte Parteichef Angelino Alfano.

ak/dpa-afx

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