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23.11.2012
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Bund der Energieverbraucher
Aufruf zum Strompreisboykott

Strom wird flächendeckend teurer: Ein Anbieterwechsel kann sich dennoch lohnen.
DPA

Strom wird flächendeckend teurer: Ein Anbieterwechsel kann sich dennoch lohnen.

Die Strompeise in Deutschland ziehen drastisch an. Das Kartellamt rät zum Anbieterwechsel. Der Bund der Energieverbraucher ruft gar zum Boykott auf: Die Verbraucher sollten den alten Preis weiterzahlen und die Anhebung zurückweisen.

Berlin - Angesichts massiver Strompreiserhöhungen rät das Bundeskartellamt zum Wechsel des Anbieters. "Man kann gar nicht eindringlich genug an die Verbraucher appellieren, Preise zu vergleichen und von ihren Wechselmöglichkeiten Gebrauch zu machen", sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt der "Süddeutschen Zeitung".

Auch wenn viele Stromversorger die Kosten der Energiewende an die Verbraucher weitergäben, könne ein Anbieterwechsel in vielen Fällen zu erheblichen Einsparungen führen.

Etwa drei Viertel der Stromkunden müssen vom kommenden Jahr an tiefer in die Tasche greifen - mehr als 600 Versorger wollen die Preise wegen der steigenden Ökostrom-Umlage so stark wie nie zuvor erhöhen. Im Schnitt werden rund 12 Prozent mehr erwartet.

Der Bund der Energieverbraucher rät Stromkunden, ungerechtfertigte Anhebungen der Strompreise zurückzuweisen oder weiter den alten Preis zu zahlen. "Strompreiserhöhungen von 12 Prozent sind sicher nicht gerechtfertigt", sagte Verbraucherbundschef Aribert Peters der "Passauer Neuen Presse". Berechtigt wären "Preiserhöhungen in der Größenordnung von 1,8 Cent pro kWh. Das würde etwa eine Steigerung von 6 bis 8 Prozent ausmachen."

Die Bundesregierung habe einen Großteil der Industrie von der Ökostromumlage und höheren Kosten befreit und den normalen Stromkunden aufgebürdet. "Der Mittelstand und der einfache Verbraucher sind die Dummen", beklagt Peters. Die Energiekonzerne machen seiner Ansicht nach gezielt Politik gegen die Energiewende.

Stromverbrauchern rät Peters, sich gegen unangemessene Preissteigerungen zu wehren. "Die Kunden sollten entweder die Preiserhöhung zurückweisen oder dem Anbieter mitteilen, dass sie den neuen Preis nicht zahlen, sondern weiter den alten." In der Regel sei weder im Liefervertrag ein gültiges Preisänderungsrecht vereinbart noch entspräche die Preiserhöhung dem Grundsatz der Billigkeit. Sein Verband biete auf seiner Homepage dazu Musterbriefe an.

rei/dpa/dapd

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