Montag, 30. März 2015

Geldentwertung Vier Rezepte gegen Inflation - und ihre Tücken

5. Teil: Rezept IV: Aktien - Unternehmen müssen höhere Preise durchdrücken können

Wall Street: Dividendenstarke Aktien gesucht
Aktien sind Wertpapiere, die den Eigner an den Gewinnen eines Unternehmens beteiligen - und damit per se ein guter Inflationsschutz, heißt es oft. Ganz so einfach ist es jedoch nicht.

Denn genau wie bei den Unternehmensanleihen muss eine Firma auch künftig Gewinne erzielen, um Dividenden ausschütten zu können oder Kurssteigerungen zu begründen - und das auch inmitten der befürchteten Inflation. Dazu muss eine Unternehmen eine gewisse Marktmacht mitbringen, um zum Beispiel Preiserhöhungen an seine Kunden weiterreichen zu können. Große Konzerne können das, so der Tenor der Experten. Allerdings macht diese Eigenschaft deren Aktien noch lange zu keinem guten Kauf.

Der Investor muss sie auch günstig einkaufen können. Schlägt er bei einem überhöhten Preis zu, muss das Unternehmen lange dagegen anverdienen. Ein Lieblings-Dividendentitel vieler institutioneller Investoren wie Nestlé ist inzwischen recht hoch bewertet.

Derzeit wähnen viele Experten Europa besonders gebeutelt und damit günstig. "Im Vergleich zu den US-amerikanischen und asiatischen Small Caps und mit Blick auf ihre eigene Historie sind europäische Aktien günstig bewertet", sagt zum Beispiel Ken Nicholson, Fondsmanager des European Smaller Companies von Standard Life Investments. Eine Frage der Einstellung, ergänzt Greg Aldridge: "Die Deutschen leben inzwischen auf einer Insel der Seligen, nachdem sie lange dafür gearbeitet haben - und nun glauben sie auch an sich und diese Erfolgsgeschichte. Das schafft eine eigene Dynamik."

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