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22.11.2012
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Gaza-Konflikt
Waffenruhe hält, Hamas feiert

Freudenfeuer: Palästinenser feierten die Waffenruhe als Sieg
REUTERS

Freudenfeuer: Palästinenser feierten die Waffenruhe als Sieg

In Israel und den Palästinenser-Gebieten schweigen vorerst die Waffen, die Konfliktparteien halten sich an die von Ägypten und den USA vermittelte Waffenruhe. Beide Seiten sehen sich als Sieger der Auseinandersetzungen.

Gaza/Tel Aviv/Kairo - In Nahost schweigen vorerst die Waffen: Die Vereinbarung Israels mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas über eine Feuerpause hatte am Donnerstag zunächst Bestand. Seit Mitternacht seien in Israel keine Raketen mehr eingeschlagen, sagte eine Armeesprecherin in Tel Aviv. Auch Israels Luftwaffe habe keine Ziele im Gazastreifen angegriffen.

Die radikalislamische Hamas feierte die Waffenruhe als großen Sieg und verlangte ein Ende der israelischen Blockadepolitik. Im Westjordanland nahm die israelische Armee in der Nacht zum Donnerstag 55 mutmaßliche Mitglieder radikaler Palästinenserorganisationen fest.

Laut der von Ägypten vermittelten Einigung beenden beide Seiten ihre Angriffe. Israel verpflichtet sich, Vorstöße sowie Angriffe aus der Luft, vom Boden und von See aus zu unterlassen. Die militanten Palästinensergruppen müssen ihrerseits laut der Vereinbarung Angriffe mit Raketen und an der Grenze beenden. Die Grenzübergänge zum Gazastreifen sollten geöffnet werden und der Verkehr von Personen und Waren solle erleichtert werden, meldete der israelische Rundfunk.

162 tote Palästinenser, 5 tote Israelis

Am Mittwochabend seien noch nach offiziellem Beginn der Waffenruhe fünf Raketen auf Israel abgefeuert worden, sagte die Armeesprecherin am Morgen. Die Schulen im Umkreis von bis zu 40 Kilometern Entfernung vom Gazastreifen blieben am Donnerstag noch geschlossen. Die Armee rief die Bevölkerung dazu auf, weiterhin wachsam zu sein.

Seit Mittwoch vergangener Woche waren bei den Auseinandersetzungen 162 Palästinenser und 5 Israelis getötet worden. Auf palästinensischer Seite wurden mehr als 1300 Menschen verletzt, in Israel mehr als 100. Etwa 300 Israelis erlitten bei den Angriffen einen Schock. Insgesamt wurden mehr als 1500 Raketen auf Israel abgefeuert; Israels Luftwaffe griff mehr als 1400 Ziele im Gazastreifen an und zerstörte zentrale Einrichtungen der Hamas.

Die Hamas erklärte den 22. November zum Nationalfeiertag. "Wir haben dem zionistischen Feind (Israel) eine Lektion erteilt", sagte der Chef der Hamas-Regierung, Ismail Hanija, am Mittwochabend vor Journalisten. Nun müsse Israel endlich die Grenzen öffnen, um den Palästinensern im Gazastreifen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Nach acht Tagen schwerer Kämpfe hatte der ägyptische Außenminister Mohammed Kamel Amr die Waffenruhe am Mittwochabend in Kairo im Beisein von US-Außenministerin Hillary Clinton verkündet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, er habe der Regelung auf Anraten von US-Präsident Barack Obama zugestimmt.

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