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16.11.2012
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Israel/Palästina
Feuerpause in Gaza gebrochen

Vorbei mit der Waffenruhe: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (r.) reagiert eigenen Angaben zufolge auf die Verletzung der Feuerpause durch die Palästinenser
REUTERS

Vorbei mit der Waffenruhe: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (r.) reagiert eigenen Angaben zufolge auf die Verletzung der Feuerpause durch die Palästinenser

Drei Stunden sollte die Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern dauern. Doch die Feuerpause wurde nicht eingehalten. Israelischen Angaben zufolge haben Palästinenser den Waffenstillstand gebrochen, Israel feuerte zurück.

Jerusalem - Radikale Palästinenser feuerten am Freitag zahlreiche Raketen auf den Süden Israels ab, wie die israelische Armee mitteilte. Die israelische Luftwaffe antwortete mit einem Angriff auf das Haus eines Hamas-Kommandeurs, wie aus Kreisen der Palästinensergruppe verlautete.

"Die Hamas respektiert nicht den Besuch des ägyptischen Ministerpräsidenten im Gazastreifen und verletzt die vorübergehende Feuerpause, in die Israel vor dem Besuch eingewilligt hat", erklärte ein Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Inmitten der eskalierenden Gewalt war der ägyptische Ministerpräsident Hischam Kandil zuvor im Gazastreifen eingetroffen, um die Chancen für einen dauerhaften Waffenstillstand auszuloten. Während des etwa dreistündigen Aufenthalts der ägyptischen Delegation wollte die israelische Armee ihre Angriffe auf den Gazastreifen aussetzen unter der Bedingung, dass auch die Hamas ihren Raketenbeschuss auf Israel stoppt. Angesichts einer drohenden Bodenoffensive der israelischen Armee im Gazastreifen warnte Bundesaußenminister Guido Westerwelle vor einer weiteren Eskalation der Gewalt im Nahost-Konflikt.

Wenige Stunden vor dem Staatsbesuch hatten israelische Kampfjets erneut schwere Luftangriffen auf Gaza geflogen. Innerhalb von 45 Minuten schlugen 85 Raketen in der Stadt ein. Ein Geschoss traf das Innenministerium der regierenden Hamas. Die Angriffe hätten unterirdischen Raketenstellungen gegolten, teilten die israelischen Streitkräfte mit.

Schwerste Gefechte seit Jahren

Der Nachrichtensender Al-Dschasira und der US-Sender CNN zeigten am frühen Morgen Live-Bilder von Gaza-Stadt und berichteten, die Bombardierung hätte an Intensität gerade jetzt zugenommen. Korrespondenten des arabischen Nachrichtensenders Al-Arabija sprachen von massiven nächtlichen Luftangriffen.

Im Vorfeld hatten militante Palästinenser auch in der Nacht zum Freitag wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Nach israelischen Medienberichten wurde offensichtlich niemand verletzt. Nach Israels Militärangaben sollen seit Mittwoch mehr als 420 Raketen auf den Süden Israels abgefeuert worden sein.

Die seit Jahren schwersten Kämpfe zwischen Israelis und Palästinensern schüren die Angst vor einem neuen Nahost-Krieg. In israelischen Regierungskreisen wird eine Bodenoffensive im Gazastreifen nicht ausgeschlossen.

Israel hat laut israelischem Rundfunk bereits 16.000 Reservisten zu den Waffen gerufen. Auch Panzer und anderes schweres Gerät seien auf dem Weg zu dem Gebiet am Mittelmeer. Ein Militärsprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht bestätigen. Über Truppenbewegungen werde generell nichts mitgeteilt.

kst/afp/rtr

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