Dienstag, 11. Dezember 2018

Konservative Milliardäre Obamas Wahlsieg ist der Super-Gau für Old Money

3. Teil: Die Öl,- Gas- und Kohle-Connection: Fossile Frontmänner sind frustriert

Fossiler Frontmann: William Koch verdient sein Geld mit Ölkoks
Die Öl- und Gasproduktion hat unter Obama in den USA gewaltige Fortschritte gemacht, doch das ist vielen in der Branche lange nicht genug. Die Megapipeline zwischen Kanada und dem Golf von Mexiko soll so schnell wie möglich kommen, staatliches Land und sensible Naturgebiete für Bohrungen freigegeben werden - dafür sollte Romney sorgen.

Generell unterstellen die fossilen Frontmänner Obama ein gestörtes Verhältnis zu den Kohlenwasserstoffen, dabei hat dieser längst auf einen Schmusekurs eingeschwenkt, um die USA unabhängiger von Ölimporten zu machen. Doch auch der dritte Koch-Bruder William sieht sich in seinem Geschäft mit dem hochgradig klimaschädlichem Ölkoks diskriminiert.

Öl-Milliardär Hamm: Big Oil setzte auf Romney
Wirklich leiden muss allein die Kohlebranche - allerdings vor allem unter dem Vormarsch von Erdgas. Zudem hat Obama die Abgasvorschriften für Kohlekraftwerke verschärft.

Einig sind sich die Energie-Haudegen darin, dass erneuerbare Energien für sie gefährlich sind und deshalb am besten verboten gehören. William Koch unterstützt außer Romney bevorzugt eine Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau eines Offshore-Windparks in der Nähe seines Hauses an der Atlantikküste stark macht.

Big Oil dominiert auch Romneys Beraterteam für Energiefragen - wichtigster Vertreter in diesem Team ist Harold Hamm, der in North Dakota gigantische Ölfelder mit unkonventioneller Fördertechnik erschließt.

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