Dienstag, 19. März 2019

US-Wahl It's the economy, again

Die Wirtschaftspolitik war Wahlkampfthema Nummer eins in den USA. Aber worin unterscheiden sich Barack Obama und Mitt Romney in ihrer Wirtschaftsagenda eigentlich? Und welche Branchen werden von der Wiederwahl Obamas profitieren?

Barack Obama (r.) und Mitt Romney nach dem zweiten Fernsehduell: Beide wollen Wachstum, doch ihre Mittel könnten unterschiedlicher kaum sein
Hamburg - "It's the economy, stupid" (Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf) - dieses Wahlkampfmotto schrieb der Stratege James Carville 1992 seinem Chef Bill Clinton auf die Fahne. Der Plan ging auf: Clinton warf den amtierenden Präsidenten George H. W. Bush aus dem Amt und blieb bis zum Jahr 2001 im Weißen Haus.

Zwei Jahrzehnte später ist der Spruch aktueller denn je. Zwar hat die weltweit größte Volkswirtschaft die schwerste Rezession seit den 30er-Jahren im Sommer 2009 offiziell überwunden. Doch die Erholung steht auf wackligen Füßen. Das Wachstum ist schwach, der Arbeitsmarkt erholt sich nur langsam, die Staatsverschuldung hat die Marke von 16 Billionen Dollar übersprungen.

Die Rezepte, mit dem die beiden Konkurrenten die USA wieder auf Wachstum trimmen wollen, könnten unterschiedlicher kaum sein. Auf der einen Seite der amtierende Präsident Barack Obama, der auf staatliche Konjunkturimpulse setzt. Auf der anderen Seite der Republikaner Mitt Romney, der eine vollkommen andere wirtschaftspolitische Denkweise offenbart. Der frühere Chef der Beteiligungsfirma Bain Capital und Gouverneur von Massachusetts gilt als Wirtschaftsliberaler und vertraut auf die Selbstheilungskräfte der Märkte.

"Die politische Polarisierung der Eliten ist in den USA weit fortgeschritten und hat ein Niveau erreicht, wie es zuletzt wohl nur vor den Zeiten des Bürgerkriegs vorzufinden war", urteilen Experten der Deutschen Bank kürzlich in einer Studie zu den Wahlen. manager magazin online vergleicht die Positionen Obamas und Romneys zu den wichtigsten Wirtschaftsthemen.

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