Dienstag, 4. August 2015

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Technik-Offensive bei Mercedes Technikturbo oder Tohuwabohu

9. Teil: Die Brennstoffzelle - Die Hoffnung stirbt zuletzt

Es sah doch alles so gut aus. Mercedes-Teams quälten drei Brennstoffzellen-getriebene B-Klasse-Modelle durch 14 Länder, auf vier Kontinenten, nahezu um die gesamte Erdkugel. Über Wüstenpisten und durch Regenwald, über vereiste Straßen wie durch den Moloch der Megacitys. Die Technik, der über Jahrzehnte so widerspenstige Wasserstoff, schien gebändigt. Die Autos liefen und liefen und liefen, rund 30.000 Kilometer. Und dann kamen alle im Sommer 2011 heile ins Ziel. Schon 2014, so kündigte es Daimler danach an, sollte es dann wirklich ernst werden. Die erste Serien-B-Klasse sollte in den Verkauf gehen.

Aber es kam anders. Wieder einmal. Die Technik, in die die Stuttgarter schon vor zehn Jahren mindestens eine Milliarde Euro gesteckt hatten, bleibt den Kunden noch ein bisschen länger verwehrt. Weil die Infrastruktur noch nicht so weit ist, erläutert das Unternehmen. Weil es zu teuer wäre, in ein akzeptabel dichtes Netz von Wasserstoff-Tankstellen zu investieren. Aus den Entwicklungsabteilungen indes dringt anderes: Man habe die Technik eben doch noch nicht ausreichend unter Kontrolle. Deshalb komme die Brennstoffzellen-B-Klasse mindestens mit einem Jahr Verspätung. Wahrscheinlicher aber sei eine größere Verzögerung: kein Start vor 2016.

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