Sonntag, 11. Dezember 2016

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Technik-Offensive bei Mercedes Technikturbo oder Tohuwabohu

6. Teil: Mercedes-Hybride - Sie kommen spät, und sie kommen anders

Alle sollten sie als Hybrid-Version kommen, die neuen Mercedes-Modelle. Alle. Ohne Ausnahme. Und das möglichst schnell. Als Benziner oder Diesel, zusätzlich ausgerüstet mit einer Lithium-Ionen-Batterie, nützlich gleichermaßen für weniger Treibstoffverbrauch und mehr Schub. So war es einmal angekündigt. Beseelt von diesem Gedanken, brachte Mercedes im Sommer 2009 zügig, aber noch mit bescheidenem Hybrid-Effekt, die Luxus-Variante S400 Hybrid auf den Markt. Das ist jetzt drei Jahre her, die Hybrid-Begeisterung war damals deutlich größer als heute; das gilt für Kunden wie Vorstände.

Inzwischen heißt es in Stuttgart: Kommando zurück. Weniger Hybrid-Modelle, aber dafür später. Aber liegen die beiden nicht vielleicht komplett richtig, wenn sie ihre Hybrid-Offensive verschieben und dann vor allem auf Steckdosen tauglich Plug-In-Hybride setzen? Glaubt man den Testern von "auto motor und sport", dann jedenfalls ja. Die verglichen zwei dieselgetriebene Mercedes E-Klassen, die eine mit, die andere ohne Elektrounterstützung. Ergebnis: Der Hybrid beschleunigt 0,7 Sekunden schneller von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde (8,0 Sekunden), er schluckte im Test auf 100 Kilometern 0,7 Liter Diesel weniger (7,0 Liter). Aber er kostet auch rund 6000 Euro Aufpreis.

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