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22.10.2012
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Technik-Offensive bei Mercedes
Technikturbo oder Tohuwabohu

Von Michael Freitag

11. Teil: Car2Go - Daimler-Dominanz bei den Mietwagen

Daimler

Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech ist - wenn einmal in Redelaune - um eine dezidierte Meinung selten verlegen. Carsharing? Das sei doch "wie bei Lederschuhen. Die Schweißfüße von einem anderen muss ich nicht haben." Es ging um einen möglichen VW-Einstieg ins Mietwagengeschäft, in jene Branche, in die der Konkurrent Mercedes just vorsichtig eingestiegen war.

Früh schon, im Herbst 2008, hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche sein Projekt Car2Go gestartet: die kleinen Smarts als Mietminis, kilometer- und minutengenau abzurechnen, in einer genau definierten Zone kostenlos parkbar, der nächste zum Einsteigen bereite Wagen mit Hilfe von Computer und Handy jederzeit aufspürbar, fehlende Kompetenz im Mietwagengeschäft geliefert von Kooperationspartner Europcar. Zunächst nur in Ulm, seit April 2011 auch in Hamburg und Amsterdam und seither ausgeweitet auf 17 Metropolen, darunter - politisch geschickt - auch Washington und Berlin.

Die Teilnehmerzahl stieg nach und nach, mehr als 150.000 haben nach Daimler-Angaben sich inzwischen angemeldet. Aber verspricht das Ganze auch ein Geschäft?

Ja, heißt es bei Daimler. Ab 2014 will man aus den roten Zahlen heraus sein.

Ja, sagt auch die Beratungsgesellschaft Bain auf Basis einer Studie, das gelte allerdings bislang nur für Großstädte: "Car-Sharing und andere Angebote können bei ausreichender Auslastung als eigenständige, profitable Geschäftseinheiten betrieben werden." Wichtig, so Klaus Stricker, bei Bain Leiter der Praxisgruppe Automobilindustrie, sei allerdings ein maßgeschneiderter Ansatz. So könnten Besitzer eines Autos der betroffenen Marke automatisch Zugang zu dem jeweiligen Mietprojekt bekommen.

Ja, meint offenbar auch die Konkurrenz. Blickte mancher anfangs mit spöttischem Staunen nach Ulm, haben inzwischen längst die ersten reagiert: BMW und Mietwagen-Partner Sixt mit "DriveNow", Peugeot mit "Mu". Und auch Piechs Volkswagen-Konzern ist den Konkurrenten vor einem Jahr gefolgt: mit 240 Autos, überwiegend Golfs, und der Marke Quicar in Hannover.

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