Mittwoch, 19. Dezember 2018

Romneys London-Schmähung Cameron kontert, Romney zieht zurück

Großbritanniens Prime Minister David Cameron (r.) und US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney: Nach Gespräch Neubewertung der Sicherheitslage zum Olympia-Start

Erst war US-Politiker Mitt Romney "beunruhigt" über die Sicherheitsmaßnahmen vor dem Olympia-Start in London, jetzt windet sich Romney in die andere Richtung: Alles sehe gut aus. Zuvor hatte Großbritanniens Premier David Cameron die Einlassung Romneys bitterironisch gekontert.

London - Nach heftiger Kritik an seinen Äußerungen zum Stand der Vorbereitungen vor den Olympischen Spielen in London hat der US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney den Fuß aus dem Fettnäpfchen gezogen. "Ich gehe davon aus, dass die Spiele höchst erfolgreich sein werden", erklärte Romney. Zuvor hatte er infrage gestellt, dass Großbritannien ausreichend auf die am heutigen Freitag beginnenden Spiele vorbereitet sei: Im Gespräch mit dem US-Fernsehsender NBC hatte er kurz nach seinem Eintreffen in London am Mittwoch den Stand der Sicherheitsvorkehrungen als "beunruhigend" bezeichnet.

Der britische Premierminister konterte die Kritik mit den Worten: "Wir veranstalten die Spiele in einer der belebtesten, aktivsten und geschäftigsten Städte der Welt. Natürlich ist es einfacher, die Olympischen Spiele mitten im Nirgendwo zu veranstalten." Damit spielte Cameron auf die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City an. Romney war damals Geschäftsführer des Organisationskomitees.

Auch Londons Bürgermeister Boris Johnson wies die Äußerungen Romneys entschieden zurück. "Da gibt es einen Typ namens Mitt Romney, der wissen will, ob wir bereit sind", sagte er vor zehntausenden Menschen im Hyde Park. "Sind wir bereit? Jawoll!"

Romney, der ehemalige Gouverneur von Massachusetts und voraussichtliche republikanische Kandidat für die US-Präsidentschaft, will noch die Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in London besuchen, bevor er nach Israel und Polen reist.

kst/dapd

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