Montag, 18. Februar 2019

Tiefseevorkommen Deutschland findet riesiges Rohstofffeld

Manganknollen: Wettlauf in der Meerestiefe um wichtige Rohstoffvorkommen

Es ist ein aufsehenerregender Fund: Forscher haben im deutschen Lizenzgebiet des Pazifik ein riesiges Vorkommen an Manganknollen entdeckt. Die gigantische Ablagerung würde den deutschen Bedarf an darin enthaltenen Rohstoffen für 40 Jahre decken - sofern die Knollen abgebaut werden können.

Hannover - Meeresforscher haben im deutschen Lizenzgebiet des Pazifik ein großes Vorkommen an Manganknollen entdeckt, mit dem Deutschland seinen Bedarf an begehrten Buntmetallen über Jahre decken kann. Das teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) am Donnerstag nach einer Expedition in den Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko mit.

"Das sind etwa 110 Millionen Tonnen, damit wäre in Zukunft mehr als 40 Jahre Manganknollenbergbau in der Tiefsee möglich", sagte BGR-Expeditionsleiter Carsten Rühlemann. Das Metall Mangan ist ein wichtiger Ausgangs- und Veredelungsstoff für die Stahlgewinnung.

Die Erkundungslizenz für zwei riesige Gebiete im Pazifik erlaubt Deutschland zunächst die Erfassung der Vorkommen und die Untersuchung möglicher Auswirkungen einer potenziellen Rohstoffgewinnung. Anschließend können sich deutsche und später auch andere Unternehmen um eine Förderlizenz bemühen.

Manganknollen beinhalten neben Mangan auch Kobalt, Eisen, Kupfer, Nickel und Zink. Um die besten Abbaugebiete der Rohstoffe auf dem Meeresgrund zeichnet sich ein Wettlauf der großen Industriemächte ab.

kst/dpa

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