Chinamanager magazin RSS  - China

Alle Artikel und Hintergründe


03.02.2012
Twitter GooglePlus Facebook

Milliardenhilfen für die EU
Merkel blitzt in China ab - vorerst

Bundeskanzlerin Merkel und Chinas Premier Wen Jiabao: China will sich in enger Zusammenarbeit mit Deutschland für einen stabilen Euro einsetzen
REUTERS

Bundeskanzlerin Merkel und Chinas Premier Wen Jiabao: China will sich in enger Zusammenarbeit mit Deutschland für einen stabilen Euro einsetzen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich von ihrem Staatsbesuch in China konkrete finanzielle Zusagen für die Bekämpfung der Euro-Krise erhofft. Bei den bisherigen Gesprächen hielt sich Premierminister Wen Jiabao allerdings bedeckt. Doch die positiven Signale nehmen zu.

Peking - China will sich in enger Zusammenarbeit mit Deutschland für einen stabilen Euro einsetzen. Bei den Gesprächen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der chinesischen Führung in Peking gab es zwar vorerst keine festen Zusagen für Milliardenhilfen aus China, doch sahen Regierungskreise positive Signale. Vor ihrer Weiterreise nach Südchina wurde Merkel am Freitag in Peking noch von Staats- und Parteichef Hu Jintao und Parlamentschef Wu Bangguo empfangen.

Bei dem Treffen in der Großen Halle des Volkes zog der Präsident eine positive Bilanz. "Dieser China-Besuch wird das Vertrauen und das Verständnis zwischen beiden Ländern verstärken." Merkel berichtete von ihren Gesprächen am Vortag mit Regierungschef Wen Jiabao über die europäischen Bemühungen zur Bewältigung der Schuldenkrise. Beide seien sich einig gewesen, "dass jedes Land in Europa seine Aufgaben erfüllen und seinen Beitrag leisten müsse", sagte die Kanzlerin.

Merkel zeigte sich zufrieden über den bisherigen Verlauf ihrer Gespräche: "China ist bereit, sich im Rahmen der allgemeinen Verantwortung für die Weltwirtschaft für einen stabilen Euro einzusetzen, wenngleich die Hauptaufgabe in den europäischen Ländern liegt."

Positive Signale aus China

Wen Jiabao sprach sich für eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland aus, ließ aber offen, wie Chinas Beitrag aussehen könnte. China verfügt mit 3,18 Billionen Dollar über die weltgrößten Devisenreserven. Davon wird nach Schätzungen ein Viertel in Euro gehalten.

Der chinesische Regierungschef Nach erklärte weiter, China sehe sich den Rettungsschirm EFSF und seinen im Sommer geplanten Nachfolger ESM an. Staatsmedien zitierten ihn am Freitag mit den Worten, China denke darüber nach, sich an den Bemühungen zur Lösung der Schuldenkrise über den Euro-Rettungsschirm "stärker zu beteiligen". In Regierungskreisen wurde darauf verwiesen, dass sich China bisher nur über den Internationalen Währungsfonds (IWF) engagieren wollte, jetzt aber erstmals auch den Euro-Rettungsschirm genannt habe.

Weitere Gespräche und der EU-China-Gipfel am 14. Februar in Peking sollen mehr Klarheit über die chinesischen Pläne bringen. Wen Jiabao hob hervor, dass der IWF und andere größere internationale Finanzinstitutionen eine "wichtige Rolle" spielen sollten, die Schuldenkrise anzupacken. Vor allem mahnte Wen Jiabao die Europäer, selbst größere Anstrengungen zu unternehmen und nötige Reformen in der Haushalts- und Finanzpolitik zu verfolgen.

Auf der zweiten Station ihres dreitägigen Besuches wird die Kanzlerin von Wen Jiabao begleitet, was Diplomaten als "besondere Geste" werteten. Im Mittelpunkt der Visite in der südchinesischen Metropole Guangzhou (Kanton) stehen ein deutsch-chinesisches Wirtschaftsforum und die Besichtigung eines Werkes des deutschen Unternehmens für Tunnelvortriebsmaschinen, Herrenknecht. Die Kanzlerin wird von den Spitzen der deutschen Wirtschaft begleitet.

mg/dpa

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Ärgerlich für China
Seltene Erden sind doch nicht so selten
Zweitgröße Volkswirtschaft
Chinas Wirtschaft wächst so langsam wie seit fünf Jahren nicht mehr
Verkaufsschlager iPhone 6
Apple verdient fast 8,5 Milliarden Dollar
Börsenvorschau
Anleger brauchen Nerven wie Drahtseile

© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger