Dienstag, 11. Dezember 2018

Atlantikbrücke Meuterei auf der Brücke

Friedrich Merz: Der Vorsitzende des Elitenetzwerks Atlantikbrücke steht in der Kritik

Die Kritik an der Amtsführung des Vorsitzenden der Atlantikbrücke, Friedrich Merz, wächst. Nun wollen einflussreiche Mitglieder Merz offenbar dazu drängen, sich bei der Mitgliederversammlung im Juni erneut zur Wahl zu stellen. Seine Gegenkandidaten wären prominent.

Hamburg - Einflussreiche Mitglieder wollen den Vorsitzenden der Atlantik-Brücke, den ehemaligen CDU-Spitzenpolitiker Friedrich Merz (55), offenbar dazu drängen, sich bei der Mitgliederversammlung im Juni erneut zur Wahl zu stellen. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (18. Februar) im Handel ist.

Vor allem die jüngste Auseinandersetzung um das Ausscheiden der langjährigen Geschäftsführerin des Elitenetzwerks, Beate Lindemann (67), habe intern für Unmut gesorgt.

Merz war erst im Juni 2010, nach einem quälenden Machtkampf, wiedergewählt worden. Damals, berichtet manager magazin, habe man ihm die informelle Zusage abgerungen, nach nur einem Jahr noch einmal zu kandidieren; normalerweise beträgt die Amtszeit für den Vorstand laut Satzung drei Jahre.

Als mögliche Gegenkandidaten seien nun im Gespräch: der Frankfurter Rechtsanwalt und Immobilienunternehmer Jürgen Conzelmann (60) sowie der frühere hessische Ministerpräsident und designierte Bilfinger-Berger-Chef Roland Koch (52).

Die 1952 gegründete Atlantik-Brücke, zu der hochrangige Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gehören, pflegt die deutsch-amerikanischen Beziehungen, unter anderem durch die Auswahl und den Austausch junger Führungskräfte, der sogenannten Young Leaders.

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