Samstag, 21. Oktober 2017

Brexit-Folgen Boris Johnson sorgt sich um deutsche Investitionen

Boris Johnson: "Gipfel des Wahnsinns"

Brexit ja, aber bitte nicht zu hart! Der britische Außenminister Boris Johnson will die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland nicht gefährden. Das wäre der "Gipfel des Wahnsinns", warnte der konservative Politiker.

Eigentlich ist Boris Johnson ein Brexit-Befürworter. Doch wenn es um die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland geht, warnt der britische Außenminister vor einer zu harten Gangart.

Von deutschen Investitionen im Vereinigten Königreich hingen 344.000 Arbeitsplätze ab, sagte Johnson am Dienstag im Parlament in London. Umgekehrt seien es 222.000 Jobs in Deutschland, die von Großbritannien abhingen. "Es wäre der Gipfel des Wahnsinns, diese Investitionen zu gefährden."

Premierministerin Theresa May will bis Ende März die Austrittserklärung bei der EU einreichen. Dann bleiben zwei Jahre Zeit für die Scheidungsmodalitäten. Viele Experten gehen inzwischen davon aus, dass das Land seinen Zugang zum europäischen Binnenmarkt verlieren dürfte.

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