Hamburg - Die IG Metall hat sich endgültig festgelegt, in der anstehenden Tarifrunde für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn zu fordern. Das beschloss der Gewerkschaftsvorstand am Freitag in Frankfurt am Main, nachdem sich zuvor die regionalen Tarifkommissionen dafür ausgesprochen hatten. "Unsere Forderung ist wirtschaftlich vernünftig und sichert den Beschäftigten einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung", erklärte IG-Metall-Chef Berthold Huber. Die Verhandlungen beginnen am 6. März.
Die Gewerkschaft fordert neben dem deutlich Gehaltszuwachs auch, dass die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten in den Betrieben zur Regel gemacht wird. Zudem will die Gewerkschaft mehr Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten bei Dauer, Einsatz und Umfang von Leiharbeit haben. "Das sind drei gleichwertige Forderungen für die IG Metall. Im Zweifel werden wir einen Konflikt um alle drei Themen führen", warnte Huber.
Die Tarifverhandlungen beginnen am 6. März zunächst für die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen und Niedersachsen. Die Tarifverträge laufen Ende März aus. Die Friedenspflicht endet am 28. April.
cr/afp
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