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27.01.2012
 

Aus Geldmangel

US-Regierung streicht Armee zusammen

U.S. Air Force's 94th Fighter Squadron: Posieren mit einem F-22-Raptor-Kampfjet auf der Kadena U.S. Air Force Base auf Okinawa, Japan
REUTERS

U.S. Air Force's 94th Fighter Squadron: Posieren mit einem F-22-Raptor-Kampfjet auf der Kadena U.S. Air Force Base auf Okinawa, Japan

Amerika kann sich seine Armee nicht mehr leisten. Das Pentagon will deshalb den Kauf neuer Kampfjets aufschieben, ältere Flugzeuge und Schiffe ausmustern sowie die Zahl der US-Soldaten reduzieren. Binnen zehn Jahren sollen so 487 Milliarden Dollar weniger als bisher geplant ausgegeben werden.

Washington - Die US-Militärs beginnen zu sparen. In den nächsten fünf Jahren wollen die Amerikaner die Zahl ihrer Soldaten bereits um gut 90.000 Mann reduzieren. Das aktive Heer werde um rund 70.000 auf 490.000 Mann verringern, hat US-Verteidigungsminister Leon Panetta am Donnerstag angekündigt. Zudem würden die Marines-Kampftruppen um 20.000 auf 182.000 Mann verkleinert.

Zugleich werde die amerikanische Militärpräsenz in Europa drastisch heruntergefahren: Zwei der gegenwärtig vier Brigaden in Europa sollen gestrichen werden, bekräftigte Panetta. Innerhalb der kommenden zehn Jahre sollen so 487 Milliarden Dollar weniger als bisher geplant ausgegeben werden. Das sind umgerechnet 371 Milliarden Euro.

Von den Streichungen ist mit Sicherheit Deutschland betroffen, denn dort sind drei der vier europäischen US-Brigaden stationiert. Nach Angaben des rheinland-pfälzische Innenministeriums ist die 170. US-Infanteriebrigade in Baumholder (Rheinland-Pfalz) von den Plänen betroffen. Der Standort werde aber wohl nicht komplett aufgegeben. Noch unbestätigt ist aktuell, ob auch der Standort der 172. US-Infanteriebrigade in Grafenwöhr (Bayern) verkleinert oder geschlossen werden soll.

Panetta bekräftigte die neue Militärstrategie, die Präsident Barack Obama vor einigen Wochen bekanntgegeben hatte. Demnach sollten die US-Streitkräfte kleiner, zugleich aber flexibler werden. Das Augenmerk liege künftig stärker in Asien und im Nahen Osten.

Allein in den nächsten fünf Jahren seien Einsparungen in Höhe von 259 Milliarden Dollar vorgesehen, sagte Panetta. Bis 2022 seien es 487 Milliarden. Unklar blieb zunächst, wie sich die Stärke des Heeres nach 2017 entwickeln soll. Zudem sollten etwa Programme zum Bau von Tarnkappen-Flugzeugen gestreckt werden.

kst/apd/dapd

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