Europäische Zentralbankmanager magazin RSS  - Europäische Zentralbank


12.01.2012
Twitter GooglePlus Facebook

Geldpolitik

EZB tastet Leitzins nicht an

Geldwächter: Die EZB hat den Leitzins nicht angerührt
DPA

Geldwächter: Die EZB hat den Leitzins nicht angerührt

Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins wie erwartet nicht verändert. Der Zins liegt damit weiter bei 1,0 Prozent. Nach zwei schnellen Zinssenkungen im November und Dezember hält die Notenbank damit zu Beginn des neuen Jahres still.

Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) widersteht vorerst dem Ruf nach noch niedrigeren Zinsen im Euroraum. Der Leitzins bleibt auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent. Das beschloss der Rat der EZB bei seiner ersten Sitzung des Jahres am Donnerstag in Frankfurt, wie die EZB mitteilte. Nach zuvor zwei Senkungen in Folge hatten Volkswirte mit dieser Zinspause gerechnet.

Wegen der schwächelnden Konjunktur gibt es allerdings bereits Forderungen, den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft im Euroraum weiter zurückzunehmen und erstmals seit Einrichtung der EZB 1998 unter die Marke von 1,0 Prozent zu senken. Niedrige Zinsen verbilligen tendenziell Kredite für Unternehmen und Verbraucher und können so das Wachstum anschieben. Allerdings befeuern sie auf der anderen Seite die Inflation.

Gegen einen weiteren Zinsschritt spricht: Noch haben die jüngsten massiven Maßnahmen der Notenbank nicht ihre volle Wirkung entfaltet. Außer mit extrem niedrigen Zinsen greifen die Währungshüter den von Staatsschulden- und Vertrauenskrise gebeutelten Banken mit einem umfangreichen Sonderpaket unter die Arme.

So reichte die EZB kurz vor Weihnachten über einen außergewöhnlich langen Dreijahreskredit fast 500 Milliarden Euro an Geldinstitute der Eurozone aus. Zudem lockerte sie die Kriterien für Sicherheiten, die Banken für Zentralbankgeld hinterlegen müssen. Alles das soll ein Austrocknen der Kreditströme verhindern und damit mögliche Negativfolgen für die Konjunktur abfedern.

Nach Meinung von Beobachtern wird sich die Notenbank unter ihrem seit Anfang November amtierenden Präsidenten Mario Draghi alle Optionen offen halten - auch aufgrund der nach wie vor vorhandenen Verspannungen im Bankensektor. Die EZB selbst stellte im Dezember fest, die Finanzstabilität im Euroraum sei so stark gefährdet wie nie seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008.

cr/dpa

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Italien und Spanien
EZB-Milliarden versickern in Bankbilanzen
Geldspritzen
EU will Bankgewinne durchleuchten
Notenbank
EZB tastet Leitzins nicht an
Brisantes Außentreffen
EZB-Sitzung in Spanien wird Krisengipfel

© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH





Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken