Frankfurt am Main - Der erfolgsverwöhnte deutsche Maschinenbau hat im November 2011 erstmals seit fast zwei Jahren einen deutlichen Rückgang des Auftragseingangs hinnehmen müssen. Die Bestellungen sanken um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Der Branchenverband VDMA widersprach aber dem Eindruck, dies bedeute einen Einbruch. "Der November 2010 war einfach zu gut", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.
Nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ging das Inlandsgeschäft im November um 2 Prozent zurück, die Bestellungen aus dem Ausland brachen um 17 Prozent ein. Damit war der Ordereingang in der deutschen Vorzeigebranche erstmals seit Januar 2010 rückläufig.
Wiechers erklärte, aus Sicht des Verbandes handele es sich "um einen normalen zyklischen Abschwung". Die ungewöhnlich hohen Auftragseingänge im November 2010 sorgten jetzt - wie in anderen Branchen auch - für einen Eindruck, der dramatischer sei als die Wirklichkeit.
"In den letzten vier Monaten tritt der Auftragseingang eigentlich auf der Stelle", sagte Wiechers. Im Jahresverlauf insgesamt gebe es zwar eine Abwärtsbewegung; das sei aber nichts Dramatisches. "Deswegen sehen wir das relativ gelassen", sagte der Ökonom.
cr/apd
© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH