07.06.2011
Twitter GooglePlus Facebook

Lkw-Maut

EU gibt grünes Licht für europaweite Vignette

Das EU-Parlament hat den Weg für die Einführung einer europaweiten "Eurovignette" freigeräumt
DPA

Das EU-Parlament hat den Weg für die Einführung einer europaweiten "Eurovignette" freigeräumt

Das EU-Parlament hat nach Jahren des Tauziehens der "Eurovignette" zugestimmt. Künftig sollen für Lärm und Luftverschmutzung durch schwere Lastwagen Abgaben fällig werden. Der Haken: Für die EU-Länder wird die Vignette nicht zur Pflicht.

Straßburg - Schwere Lastwagen können künftig für Lärm und Luftverschmutzung in der EU zur Kasse gebeten werden. Das EU-Parlament stimmte am Dienstag in Straßburg nach jahrelangem Tauziehen für die sogenannte "Eurovignette". Damit werde das Prinzip "Der Verschmutzer zahlt" erstmals für den Güterschwerverkehr durchgesetzt, sagte ein Parlamentssprecher.

Je dichter der Verkehr, desto teurer wird dabei die Fahrt. In Stoßzeiten kann die Abgabe um bis zu 175 Prozent teurer werden. Das Parlament setzte die Forderung durch, dass 15 Prozent der Mauteinnahmen in transeuropäische Verkehrsnetze investiert werden müssen.

Allerdings wird diese Regelung für die EU-Länder nicht zur Pflicht. Bei einer positiven Entscheidung haben die Länder außerdem zwei Jahre Zeit, sie umzusetzen. Die Abgabe ist ferner begrenzt auf höchstens 4 Cent Aufpreis pro Fahrzeugkilometer und betrifft nur Lastwagen über 12 Tonnen. Abgelehnt wurde es, auch die Kosten von Verkehrsstaus aufzunehmen.

Dementsprechend enttäuscht reagierten die Grünen. Die Richtlinie sei bis zur Unkenntlichkeit verwässert worden, die Regelung eine "herbe Enttäuschung", sagte ihr verkehrspolitischer Sprecher Michael Cramer. Außerdem werde der Schienenverkehr benachteiligt.

Elf Länder erheben bereits eine Maut

Für EU-Verkehrskommissar Siim Kallas werden nun Preissignale für Transportunternehmer gesetzt, für Investitionen in effiziente Logistik, abgasarme Lastwagen und langfristig einen umweltfreundlicheren Transport.

Der Parlamentssprecher räumte indes ein, dass die Regelung nur ein erster kleiner Schritt sei. Wichtig sei nach der jahrelangen Blockadepolitik der Regierungen der EU-Staaten, dass jetzt ein "Umdenken in den Köpfen" stattfinde, um den Schwerlastverkehr für angerichtete Schäden zur Kasse zu bitten.

Elf EU-Länder erheben bereits eine Maut, darunter Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien und Italien. In Deutschland hat die Autobahnmaut dem Bund 2010 rund 4,5 Milliarden Euro eingebracht. Im April wurde sie auf Fernstraßen ausgeweitet.

krk/dpa-afx

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken