Hamburg - Gut jeder dritte Bundesbürger erwartet innerhalb der kommenden vier bis sechs Monate einen Absturz des Euro-Kurses. Rund 80 Prozent der Bundesbürger glauben darüber hinaus, dass die hiesige Wirtschaft generell nicht von Deutschlands Zugehörigkeit zum Euro-Raum profitiert. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Düsseldorfer Vermögensverwalters Packenius, Mademann und Partner.
Das Umfrageergebnis überrascht doppelt. Der Euro
notiert derzeit beispielsweise gegenüber dem US-Dollar bei etwa 1,27 Dollar. Zu Beginn der Währungsunion bekam man jedoch nur 1,18 US-Dollar je Euro. Die gemeinsame europäische Devise hat also in langer Sicht an Wert zugelegt - die Kursverluste der vergangenen Wochen eingerechnet.
Darüber hinaus profitiert gerade die deutsche Industrie von hohen Orders aus dem Ausland, die im Zweimonatsvergleich aktuell in etwa um 20 Prozent über den Vorjahreswerten rangieren. Auch das zum Teil eine Folge der gemeinsamen Euro-Währung, die eben zuletzt einen Teil ihrer vorherigen Überbewertung gegenüber dem Dollar abgebaut hat.
"Die Ergebnisse der Befragung spiegeln exakt unsere Erfahrung aus vielen Kundengesprächen wider. Die sogenannte Euro-Krise hat die Menschen nachhaltig verunsichert", sagt Heiko Löschen, Geschäftsführer von Packenius, Mademann und Partner.
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