Die Bundesregierung unterstützt die französische Regierung bei ihren Plänen, missbräuchliche Spekulationen an Rohstoff- und Agrarmärkten einzudämmen. Deutschland werde gemeinsam mit Frankreich eine Initiative innerhalb der G-20 zur Begrenzung der Energie- und Rohstoff-Preisschwankungen einbringen, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstag aus einem Strategiepapier aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium. "Nahrungsmittel dürfen nicht Gegenstand reiner Finanzspekulation sein", heißt es demnach in dem Papier.
Es handle sich um eine international zu lösende Aufgabe, diesem "besorgniserregenden Trend entgegenzuwirken", zitierte die Zeitung weiter aus dem Papier. Allerdings warne das Ministerium auch vor Schnellschüssen: "Wir sollten nicht in die alten Fehler der staatlichen Marktregulierung zurückfallen."
Frankreichs Regierung hatte vor einigen Tagen die EU-Kommission aufgefordert, die Spekulation an Rohstoffmärkten strenger zu regulieren. Präsident Nicolas Sarkozy kündigte bereits an, dass die Stabilisierung der Rohstoffpreise eine der Prioritäten der französischen G-20-Präsidentschaft wird.
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