Berlin - "Wir werden Stuttgart 21 realisieren", sagte Rüdiger Grube am Mittwoch in Berlin. Auch Verkehrsminister Peter Ramsauer betonte, er könne sich nicht vorstellen, dass ein derartiges Projekt aufgegeben werde. Grube verwies zugleich auf vertragliche Verpflichtungen: Der Vertrag über den Bau des neuen Bahnhofes lasse keinen Ausweg, solange die Kosten unter einer Sollbruchstelle von etwa 4,5 Milliarden Euro lägen, erklärte er. Erst wenn das Projekt noch teurer werde, könne er seine Partner an einen Tisch bitten.
Ramsauer lobte die geplanten Gespräche zwischen Bahn, Landesregierung, Kommunen und Projektgegnern. "Ich begrüße es ausdrücklich, dass es zu einer Aufweichung der verhärteten Fronten kommt", sagte Ramsauer. In Stuttgart ist es wegen des Bahnhof-Neubaus zu Massenprotesten gekommen.
Der denkmalgeschützte Kopfbahnhof soll in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden und mit kilometerlangen Tunnelstrecken bis 2019 an das europäische Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz zwischen Paris und Bratislava angeschlossen werden.
kst/dpa
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