Donnerstag, 9. Februar 2012, 19:04 Uhr

manager magazin



Weltwirtschaftmanager magazin RSS  - Weltwirtschaft - Weltwirtschaft

Alle Artikel und Hintergründe

30.07.2010
 

Produktionsrückgang

Japan ächzt unter Deflation

In der Abwärtsspirale: Die japanische Wirtschaft in der Dauerkrise
DPA

In der Abwärtsspirale: Die japanische Wirtschaft in der Dauerkrise

Japans Krise verschärft sich. Erstmals seit vier Monaten ist die Industrieproduktion gesunken, die Arbeitslosigkeit steigt weiter. Auch die Börse in Tokio geht im Minus aus dem Handel.

Tokio - Japans Industrieproduktion ist erstmals seit vier Monaten gesunken. Wie die Regierung am Freitag mitteilte, sank der Ausstoß im Juni im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigt 1,5 Prozent. Dazu habe ein geringerer Ausstoß an Mobiltelefonen und Autos beigetragen. Für den laufenden Monat erwarten die vom Ministerium befragten Unternehmen einen weiteren Rückgang der Produktion um 0,2 Prozent, bevor sie im August wieder um 0,2 Prozent anziehen dürfte.

Unterdessen befindet sich Japans Wirtschaft weiter im Griff einer Deflation mit andauernd fallenden Preisen. Der Verbraucherpreisindex sank im Juni um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit im nunmehr 16. Monat in Folge. Eine Deflation hat schlimme Auswirkungen auf die Wirtschaft. Sie drückt die Umsätze und Gewinne der Unternehmen, die dann Abstand von Investitionen nehmen und Arbeitsplätze abbauen. Verbraucher halten sich dann wiederum mit Anschaffungen zurück, wodurch sich der Preisverfall noch verschärft.

Die Arbeitslosenquote stieg im Berichtsmonat auf 5,3 Prozent, der höchste Stand seit November, wie die Regierung weiter mitteilte. Im Vormonat hatte sie bei 5,2 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich allerdings die Zahl der als nicht beschäftigt registrierten Menschen um 40.000 auf 3,4 Millionen. Das ist der erste Rückgang im Jahresvergleich seit 20 Monaten. Auf 100 Jobsuchende kamen 52 offene Stellen, zwei mehr als im Vormonat.

Auch der Nikkei-225-Index hat am Freitag Verluste hinnehmen müssen und geht im Minus aus der Handelswoche. Der Leitindex sank um 1,64 Prozent auf 9537,30 Punkte. Auf Wochensicht gewann er aber dennoch 1,13 Prozent hinzu. Der breiter gefasste Topix gab an diesem Freitag um 1,37 Prozent auf 849,50 Punkte nach. Börsianer begründeten das vor allem mit der Sorge vieler Anleger, dass die Erholung der US-Wirtschaft ins Stocken geraten könnte. Analyst Kenichi Hirano von Tachibana Securities sprach von einer Welle schwacher Konjunkturdaten aus den USA sowie zuletzt überraschend negativen Aussagen der US-Notenbank Fed.

mak/dpa/dpa-afx

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben