Samstag, 29. April 2017

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Ariba-Chef Alex Atzberger Der Cloud-Prophet und seine hohen Ziele bei SAP

Ariba-Chef Alex Atzberger: "Wir wickeln mehr als eine Billion Dollar pro Jahr an Onlinegeschäften ab - mehr als Amazon und Alibaba zusammen"
[M] Bob Hartnett
Ariba-Chef Alex Atzberger: "Wir wickeln mehr als eine Billion Dollar pro Jahr an Onlinegeschäften ab - mehr als Amazon und Alibaba zusammen"

Ariba-Chef Alexander Atzberger hat beste Chancen, in den Vorstand des Mutterkonzerns SAP aufzusteigen.

Das folgende Porträt stammt aus der März-Ausgabe 2016 des manager magazins.

Rocky oder Iron Man - Superhelden faszinieren Alex Atzberger (39). Genau wie sie, will der Ariba-Chef seine Ideen und Vorhaben umsetzen - notfalls auch gegen Widerstände. Diese Entschlossenheit macht ihn auch zum Aspiranten auf einen Vorstandsjob beim Mutterkonzern SAP.

An der Harvard Business School hatte der Cartoon-Fan zunächst auf eine Karriere in der Comicszene gehofft. Der MBA-Student hatte eine Fallstudie über den Marvel-Verlag mitverfasst. Doch die Welt von Hulk und Spiderman war dem Kosmopoliten schnell zu klein. Der Sohn eines Hamburger Maschinenhändlers, in Hongkong geboren, in der Schweiz eingeschult, in New York Start-up-erprobt, in München bei McKinsey zum Strategen gereift, zielte auf SAP Börsen-Chart zeigen. 2005 schrieb er in einer Semesterarbeit, Webkonkurrent Salesforce Börsen-Chart zeigen werde das Geschäftsmodell des Softwareriesen zerstören - seine Eintrittskarte für Walldorf.

Der Cloud-Prophet erstellte eine Roadmap für den Wandel von SAP vom Programmverkäufer zum Diensteanbieter aus der Datenwolke. Unter CEO Bill McDermott stieg er zum Strategiechef auf, bereitete den Kauf von Cloud-Firmen wie Concur, Fieldglass oder Ariba vor. Dann sollte er das Geschäft in Russland und China vorantreiben. Dass er dort die Ziele verfehlte, lächelt er weg: "Tja, dauert wohl etwas länger."

Jetzt muss sich Atzberger bei SAP Ariba beweisen, dem Online-Marktplatz für Transaktionen zwischen Unternehmen. Das E-Business-Unternehmen sieht er als Zukunftsmodell für SAP: "Wir wickeln mehr als eine Billion Dollar pro Jahr an Onlinegeschäften ab - mehr als Ebay Börsen-Chart zeigen, Amazon Börsen-Chart zeigen und Alibaba Börsen-Chart zeigen zusammen." Unter seiner Ägide hat sich das Wachstum enorm beschleunigt, zwei Milliarden Firmen handeln heute über Ariba.

Solchen Zahlen hat es der Bruce-Springsteen-Fan zu verdanken, dass er im SAP-Vorstand das Wohlwollen seines "Mentors und Freundes Bill" genießt. Der CEO habe ihm "vieles vorgelebt", weshalb er sich in zehn Jahren, so formuliert er mit der gebotenen Vorsicht, eine Vorstandsrolle vorstellen könne. Der Mann hat klare Vorstellungen - so wie seine Heroen.

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