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15.02.2013
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Tesla-Chef Elon Musk
"Wir werden mit Daimler hoffentlich mehr zu tun haben"

Von Michael O. R. Kröher

Tesla: E-Auto-Pionier Elon Musk steigt ins Massengeschäft ein.
Fotos
REUTERS

Tesla-Chef Elon Musk baut die begehrtesten Elektroautos der Welt und schreibt seit kurzem schwarze Zahlen. In einem seiner raren Interviews erzählt der CEO, wie das häufig bereits totgesagte Unternehmen dauerhaft profitabel werden soll.

mm: Glückwunsch, Herr Musk, Sie haben sich kürzlich für 17 Millionen Dollar ein Haus in Bel Air geleistet, einem der nobelsten Stadtteile von Los Angeles. Vom Unternehmen Tesla, das lange Verluste angehäuft hat, kann das Geld für den Kaufpreis kaum kommen.

Musk: Nein, das Geld kommt nicht von Tesla. Mein Jahresgehalt als CEO beträgt einen Dollar. Ich konnte ein Darlehen aufnehmen - mit meinen Tesla-Aktien als Sicherheit.

mm: Inzwischen schreibt Tesla nach Ihren Angaben schwarze Zahlen. Wie haben Sie das Unternehmen im vergangenen Jahr auf Kurs gebracht?

Musk: Ganz einfach: Wir haben Autos gebaut und verkauft. Für unser Model S haben wir eine lange Liste von Vorbestellungen, sind für viele Monate ausverkauft. Unsere siebensitzige Limousine kommt jetzt auch in Deutschland auf die Straße. Wir stellen 400 Einheiten pro Woche fertig, das bringt uns auf die angepeilte Produktionszahl von mindestens 20.000 pro Jahr. Und einen positiven Cashflow.

mm: Tesla hat 465 Millionen Dollar durch zinsgünstige Kredite vom US-Energieministerium erhalten. Dennoch haben Sie im August gesagt, die nächsten sechs Monate müssten zeigen, ob Tesla überlebt oder nicht.

Musk: Glücklicherweise lautet die Antwort Ja.

mm: Wo lag das größte Risiko?

Musk: Wären wir beim Hochfahren der Produktion ernsthaft gestolpert, dann wäre uns das Geld ausgegangen, und es hätte geheißen: Game over!

mm: Tesla ist ein gewagtes Experiment. Seit Smart im Jahr 1994 ist Ihr Unternehmen die erste Neugründung aus dem Westen, die als Massenhersteller auf den Automarkt drängt.

Musk: Das ist vor allem eine große Chance, aber natürlich auch nicht leicht. Die komplette Belegschaft ist neu. Die meisten Maschinen sind neu. Das Design, das Konzept ist neu, die Zulieferer arbeiten zum ersten Mal mit uns. Manche konnten nicht liefern.

mm: Um welche Teile ging es dabei?

Musk: Um so banale wie das Handschuhfach. Oder um den Kofferraumteppich. Man kann eben keine Premiumlimousine ohne Kofferraumteppich ausliefern.

mm: Ihre Fabrik in Fremont haben Sie für 42 Millionen Dollar von Toyota und GM gekauft. Doch die Investitionen in die Produktionsanlagen müssen viel höher gewesen sein.

Musk: Für die genannten 42 Millionen haben wir das Gelände gekauft und einen Teil der Grundausstattung, den wir nur modernisieren mussten. Die große Fertigungsstraße oder den Karosseriebau mussten wir jedoch völlig neu aufbauen. Insgesamt hat die Produktionsanlage ein paar Hundert Millionen Dollar gekostet.

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