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17.01.2013
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Erneuerbare Energien
Sonne am Ende des Tunnels

Von Nils-Viktor Sorge

Neue Energie: Industrie schöpft Hoffnung
Fotos
AFP

In der krisengeschüttelten Wind- und Solarindustrie keimt Zuversicht. Die Nachfrage zieht in vielen Ländern an, neue Märkte locken auch deutsche Firmen. Zu den wichtigsten Hoffnungsregionen zählen ausgerechnet die mit Öl und Gas gesegneten USA.

Hamburg - Bei Aleo Solar in Prenzlau tun die Mitarbeiter seit Anfang der Woche wieder das, wofür sie bezahlt werden: Fotovoltaikmodule zusammenbauen. Gut drei Monate waren sie auf Kurzarbeit, sämtliche Zeitarbeiter mussten gehen. Die Nachfrage nach den neuen, leistungsstärkeren Komponenten entwickele sich nun aber ordentlich, deutet eine Sprecherin an.

"Jetzt startet Aleo wieder durch", sagt gar der örtliche IG-Metall-Mann Nico Faupel. Zuletzt musste er sich überwiegend mit Stellenstreichungen und Fabrikschließungen wie von First Solar in Frankfurt an der Oder beschäftigen.

Eine gute Portion Zweckoptimismus schwingt in Brandenburg wohl mit - hat die Bosch-Tochter doch gerade erst Horrorzahlen für 2012 angekündigt. Der Umsatz brach nach vorläufigen Angaben um knapp 40 Prozent ein, das Ergebnis ist demnach deutlich negativ. Nur eine Kreditlinie des Mutterkonzerns hält die Firma über Wasser. Noch geht es Aleo mindestens so schlecht wie dem Rest der Branche.

Der Paukenschlag des Warren Buffett

Doch wenn die Bosch-Manager in Kürze über die Zukunft der Solarsparte entscheiden, müssen sie berücksichtigen: Die Aussichten für erneuerbare Energien haben sich zuletzt verbessert. Rund um den Globus gedeihen Pläne für neue Wind- und Solarparks, nicht zuletzt aufgrund der gesunkenen Preise, die der Branche zuletzt so zugesetzt haben. Südamerika, Südafrika, Japan - neue Märkte eröffnen Firmen Chancen, zudem hat Wind- und Solargigant China seine Ausbaupläne für die erneuerbaren Energien jüngst erneut erhöht.

Für einen Paukenschlag, der auch außerhalb von Fachkreisen aufhorchen ließ, sorgte Anfang des Jahres Star-Investor Warren Buffet. Bis zu 2,5 Milliarden Dollar steckt er in das mit 579 Megawatt weltgrößte Solarprojekt in Kalifornien, "Antelope Valley". Die Börsenkurse von Solarfirmen jeglicher Couleur machten einen kräftigen Sprung nach oben.

"Buffets Investment ist ein Signal für die Branche, gerade weil er antizyklisch investiert und dabei Erfolg hat", sagt Branchenanalyst Markus Lohr von EUPD Research."Er glaubt daran, dass die Solarenergie zur Energieversorgung der Zukunft dazugehört."

Diese Annahme hatten viele Anleger offenbar bereits vor dem Buffett-Coup getroffen. Die Papiere des angeschlagenen Modulherstellers Solarworld Chart zeigen kletterten seit Mitte Dezember um zwischenzeitlich 75 Prozent, die des Wechselrichter-Hersteller SMA Solar Chart zeigen legten im selben Zeitraum um etwa 40 Prozent zu. Besonders groß ist die Zuversicht in den USA. Platzhirsch First Solar Chart zeigen hat seinen Marktwert seit Juni mehr als verdoppelt.

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